Copilot Studio Lizenz: Copilot Credits statt Messages verstehen
Copilot Studio rechnet seit 2025 in Copilot Credits statt Messages ab. So berechnen Sie den tatsächlichen Verbrauch Ihrer Agenten.
Copilot Agent erstellen mit Agent Builder oder Copilot Studio: die Schritte laut Microsoft Learn, typische Stolpersteine und was ein Agent kostet.

Einen Copilot Agent erstellen Sie auf zwei Wegen: mit dem Agent Builder direkt in Microsoft 365 Copilot oder in Copilot Studio. Der Agent Builder reicht, wenn der Agent Fragen aus ausgewählten SharePoint-Dateien beantworten soll. Copilot Studio brauchen Sie, sobald der Agent etwas tun soll, etwa einen Datensatz in Dataverse nachschlagen oder einen Power-Automate-Flow starten. Dieser Beitrag zeigt den Weg in Copilot Studio Schritt für Schritt und erklärt, wo die Kosten entstehen. Stand: September 2026, alle Menüpfade und Zahlen laut den verlinkten Seiten auf Microsoft Learn.
Für einen reinen Frage-Antwort-Agenten auf SharePoint genügt oft der Agent Builder. Für Aktionen, Dataverse oder andere Kanäle als Teams und Copilot nehmen Sie Copilot Studio. Kosten entstehen über Lizenzen oder über Copilot Credits, je nachdem, wer den Agenten nutzt.
Microsoft nennt vier Werkzeuge für eigene Agenten, von No-Code bis Programmierung. Die Übersicht steht in der Learn-Seite Choose the right tool to build your declarative agent. Für die meisten Betriebe sind zwei davon relevant:
Daneben gibt es Agenten, die direkt auf einer SharePoint-Website entstehen. Was die können, steht in unserem Beitrag zu SharePoint-Agenten. Die vierte Möglichkeit, das Microsoft 365 Agents Toolkit, richtet sich an Entwickler.
Unsere Faustregel aus Projekten: Solange der Agent nur liest und antwortet, fangen Sie mit dem Agent Builder an. Muss er nachschlagen, rechnen oder etwas auslösen, landen Sie ohnehin in Copilot Studio.
Der Grundablauf in Copilot Studio hat vier Schritte: beschreiben, Wissen anbinden, testen, veröffentlichen. Die Schritte folgen der Schnellstart-Anleitung von Microsoft.
Ein Stolperstein vorab: Mit einer Testlizenz können Sie Agenten bauen und im Testbereich ausprobieren, aber nicht veröffentlichen. So steht es in derselben Schnellstart-Anleitung.
Die Klickstrecke ist selten das Problem. Hängen bleiben Projekte fast immer an drei Stellen.
Berechtigungen. Ein Agent auf SharePoint antwortet mit den Rechten der fragenden Person. Sind Ordner zu weit freigegeben, findet der Agent Dinge, die niemand finden sollte. Das ist dasselbe Muster wie beim Copilot-Rollout, beschrieben in unserem Beitrag zu Oversharing und SharePoint-Berechtigungen.
Credits. Ein Agent, den Mitarbeitende ohne Copilot-Lizenz nutzen, verbraucht Copilot Credits, jede Antwort einzeln. Ohne Obergrenze fällt das erst auf der Rechnung auf. Im Power Platform Admin Center lassen sich unter „Licensing“, „Copilot Studio“, „Manage Agents“ monatliche Limits je Agent setzen (Microsoft Learn: Billing rates).
Testfälle. Ohne vorher festgelegte Fragen mit Soll-Antwort gibt es keinen Maßstab, ob der Agent gut ist. Dann entscheidet das Bauchgefühl der ersten Nutzer. Für einen Medizinprodukte-Versorger haben wir einen Agenten für Artikel- und Bestandsauskünfte gebaut, in Copilot Studio auf Dataverse. Die Testfragen standen vor der ersten Zeile Konfiguration fest, am Ende hat der Agent alle bekannten Testfälle korrekt beantwortet. Wie Sie solche Tests in Copilot Studio automatisieren, zeigt der Beitrag zum Copilot Studio Kit.
Ein Copilot Agent kostet entweder nichts extra oder Copilot Credits, abhängig davon, wer ihn nutzt. Für Nutzer mit Microsoft-365-Copilot-Lizenz berechnet Microsoft generative Antworten, Aktionen und die Suche im Firmenwissen bei interaktiver Nutzung nicht zusätzlich. Alle anderen Nutzungen laufen über Copilot Credits. Die Sätze laut Microsoft Learn, Stand September 2026:
Eine komplexe Frage an einen Agenten mit Tenant Graph Grounding kostet nach Microsofts eigenem Beispiel also 12 Credits. Credits kaufen Sie als Kapazitätspaket mit 25.000 Credits pro Monat oder nach Verbrauch über ein Azure-Abo (Microsoft Learn: Kapazitätspakete). Was das in Euro heißt, rechnen wir im Beitrag Copilot-Lizenzen und Kosten durch, das Credit-Modell im Detail erklärt Copilot Studio Lizenz: Copilot Credits. Vor dem Bau lohnt ein Blick in den Copilot Studio Agent Usage Estimator, den Microsoft auf derselben Learn-Seite verlinkt.
Selbst bauen lohnt sich, wenn der Agent eine klar umrissene Frage beantwortet, die Dokumente aufgeräumt sind und jemand im Haus ein paar Tage Zeit hat. Mit der Anleitung oben kommen Sie weit.
Einen Sprint würden wir empfehlen, wenn der Agent auf Dataverse oder ein Fachsystem zugreifen soll, wenn Aktionen dazukommen oder wenn es einen Termin gibt. Im Agenten-Sprint bauen wir einen Agenten in fünf Tagen in Ihrer Umgebung, mit Testfallset, Veröffentlichung in Teams für eine Pilotgruppe und Übergabe. Der Sprint kostet 5.000 Euro netto Festpreis, Lizenzen und Credits sind nicht enthalten. Alle Preise netto, zzgl. Reisekosten und Spesen bei Vor-Ort-Terminen. Keine versteckten Stunden. Mehrere Agenten oder mehrere Systeme planen wir als individuelles Projekt, siehe Copilot-Studio-Agenten. Ob Ihr Vorhaben in fünf Tage passt, klären wir im kostenlosen Erstgespräch, 30 Minuten.
Für Nutzer mit Microsoft-365-Copilot-Lizenz fallen bei interaktiver Nutzung keine zusätzlichen Kosten an. Für alle anderen zählt Microsoft Copilot Credits, zum Beispiel 2 Credits für eine generative Antwort und 10 für die Suche im Firmenwissen (Stand September 2026, Microsoft Learn). Für das Bauen in Copilot Studio braucht Ihr Mandant außerdem eine Copilot-Studio-Lizenz, laut Microsoft ein eigenes Abo oder den Teams-Plan aus ausgewählten Microsoft-365-Abos.
Laut Microsoft steht der Agent Builder Nutzern mit Microsoft-365-Copilot-Lizenz zur Verfügung. Ohne diese Lizenz geht es nur, wenn der Mandant Pay-as-you-go für Copilot Studio eingerichtet hat. Welche Funktionen dann verfügbar sind, hängt vom Abrechnungsmodell ab.
Nein. Mit der Testlizenz von Copilot Studio können Sie Agenten bauen und im Testbereich ausprobieren. Veröffentlichen, etwa in Teams, lässt sich der Agent erst mit einer regulären Lizenz.
Ein einfacher Agent im Agent Builder steht oft am selben Tag. Mit Aktionen, Berechtigungsprüfung, Testfällen und Übergabe planen wir fünf Arbeitstage, verteilt über zwei bis drei Wochen, weil die Fachabteilung zwischendurch testen muss.
Gründer von NordFlux. Sieben Jahre Erfahrung von Web und SEO bis zur Automatisierung im Konzern-Maßstab, heute pragmatisch für den Mittelstand und mit deutscher Datenhoheit.
Zertifizierungen
Copilot Studio rechnet seit 2025 in Copilot Credits statt Messages ab. So berechnen Sie den tatsächlichen Verbrauch Ihrer Agenten.
Wie das Copilot Studio Kit Testsätze für eigene Agenten aufbaut, welche Testtypen es gibt und wie Sie es installieren und einrichten.
Copilot macht jahrelang gewachsene SharePoint-Überberechtigungen sichtbar. So bereiten Sie den Rollout mit SAM und RCD sauber vor.
Wir prüfen mit Ihnen, ob Ihr Anwendungsfall in einen Fünf-Tage-Sprint passt, welche Lizenzen und Credits Sie brauchen und woher der Agent sein Wissen bekommt.