Automatisierung · Schicht und Arbeitszeit

Schichtplanung automatisieren heißt: Der Plan sagt Ihnen selbst, wo er gegen die Ruhezeit verstößt.

Ein Schichtplan ist kein Kalender, sondern ein Regelwerk: elf Stunden Ruhezeit zwischen zwei Schichten, Höchstarbeitszeit im Durchschnitt, Mindestbesetzung je Linie, und an der Anlage darf nur stehen, wer die gültige Unterweisung hat. Wir bauen die Prüfung dieser Regeln in die Planung ein, statt sie der Schichtleitung als Kopfrechnen zu überlassen. Sie sehen vor der Veröffentlichung, welche Zuweisung nicht zulässig ist und warum.

Das Problem

Um 5:40 Uhr fällt jemand aus, und die Schichtleitung telefoniert sich durch die Handyliste.

Der Plan lebt in einer Excel-Datei, die einer pflegt und alle anders ausdrucken. Ob die Frühschicht nach der gestrigen Spätschicht überhaupt zulässig ist, weiß niemand sicher, und ob der eingesprungene Kollege den Stapler fahren darf, merkt man erst, wenn er davorsteht.

  • 01Wer gestern bis 22 Uhr Spätschicht hatte, steht heute um 6 Uhr in der Frühschicht: Die elf Stunden Ruhezeit nach § 5 Abs. 1 ArbZG sind gerissen, aufgefallen ist es niemandem, weil beide Zeilen in verschiedenen Tabellenblättern stehen.
  • 02Welche Qualifikation an welcher Station Pflicht ist, weiß die Schichtleitung im Kopf. Läuft eine Unterweisung oder eine Befähigung ab, fällt das erst auf, wenn jemand danach fragt.
  • 03Die Mindestbesetzung ist erst dann geprüft, wenn die Linie steht: Zwei Krankmeldungen in derselben Schicht ergeben rechnerisch noch genug Köpfe, aber keinen einzigen mit der nötigen Berechtigung.
  • 04Schichttausch läuft per WhatsApp zwischen zwei Kollegen. Die Schichtleitung erfährt davon manchmal, die Lohnbuchhaltung nie, und im nächsten Monat stimmen die Nachtzuschläge nicht.
Anwendungsfälle
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Was wir in der Schichtplanung konkret automatisieren.

Fünf Ketten, die im Schichtbetrieb fast überall gleich aussehen und trotzdem von Hand laufen. Das sind typische Abläufe aus unseren Projekten.

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Regelprüfung, bevor der Plan veröffentlicht wird

Jede Zuweisung wird gegen die Arbeitszeitregeln geprüft, während geplant wird, nicht im Nachhinein: elf Stunden ununterbrochene Ruhezeit nach § 5 Abs. 1 ArbZG, werktäglich acht Stunden und höchstens zehn, sofern der Durchschnitt binnen sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen wieder bei acht liegt (§ 3 ArbZG), Ruhepausen von 30 Minuten ab mehr als sechs und 45 Minuten ab mehr als neun Stunden (§ 4 ArbZG). Für Nachtarbeitnehmer gilt der engere Ausgleichszeitraum von einem Kalendermonat oder vier Wochen (§ 6 Abs. 2 ArbZG), und genau den rechnet im Alltag niemand mit. Der Plan zeigt den Konflikt an der Zelle, an der er entsteht, mit Angabe der Regel.

Wirkung Verstöße fallen vor der Veröffentlichung auf
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Qualifikationsmatrix mit Ablaufdatum

Hinterlegt wird, wer welche Station, Anlage oder Maschine bedienen darf, mit Nachweis und Gültigkeit: Unterweisung, Flurförderzeug-Berechtigung, Ersthelfer, Brandschutzhelfer, Schweißerprüfung, Anlagenfreigabe. Läuft ein Nachweis in den nächsten Wochen ab, meldet sich der Ablauf bei der Schichtleitung und bei der Person selbst, bevor die Zuweisung unzulässig wird. Wer die Qualifikation nicht hat, lässt sich der Station gar nicht erst zuordnen.

Wirkung Keine Zuweisung ohne gültigen Nachweis
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Mindestbesetzung je Schicht, nicht je Kopfzahl

Die Mindestbesetzung prüft der Ablauf nicht als Summe, sondern als Anforderungsprofil: zwei Personen an der Linie, davon mindestens eine mit Anlagenfreigabe, ein Ersthelfer pro Schicht, eine Person mit Staplerberechtigung im Haus. Fällt die Schicht unter das Profil, ist der Plan rot, auch wenn die Köpfe rechnerisch reichen. Das ist der Unterschied, der im Excel-Plan systematisch untergeht.

Wirkung Besetzungslücke sichtbar statt gerechnet
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Krankmeldung am Morgen und geregelte Springer-Kaskade

Geht die Krankmeldung ein, sucht der Ablauf die zulässigen Springer selbst: Wer hat die passende Qualifikation, wessen Ruhezeit ist eingehalten, wer reißt mit dieser Schicht nicht den Durchschnitt, wer ist als Springer eingeteilt und nicht im Urlaub. Die Anfrage geht der Reihe nach raus, die erste Zusage schließt den Plan, und die Schichtleitung telefoniert nicht mehr im Blindflug. Die Entscheidung bleibt bei Ihnen: Der Ablauf schlägt vor, eingeteilt wird per Freigabe.

Ersparnis 30–60 min pro Ausfall
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Schichttausch mit Genehmigung und Übergabe an die Lohnabrechnung

Zwei Beschäftigte beantragen den Tausch selbst, der Ablauf prüft ihn gegen dieselben Regeln wie den Plan und legt ihn erst dann der Schichtleitung zur Genehmigung vor, statt ihn in WhatsApp verschwinden zu lassen. Zum Monatsabschluss geht die geprüfte Aufstellung an die Lohnbuchhaltung, und dabei liegt die Falle im Detail: Die Nachtzeit des Arbeitszeitgesetzes reicht von 23 bis 6 Uhr (§ 2 Abs. 3 ArbZG), die steuerlich begünstigte Nachtarbeit nach § 3b EStG dagegen von 20 bis 6 Uhr. Zwei verschiedene Fenster aus einem Schichtplan, sauber getrennt übergeben, im Format, das DATEV erwartet.

Ersparnis 2–4 h pro Monatsabschluss
Werkzeuge

Schichtplanung digitalisieren mit dem, was Sie meist schon lizenziert haben.

Für die meisten Betriebe braucht es keine Schichtplansoftware mit Gebühr pro Kopf und Monat. Wir sind auf keinen Hersteller festgelegt: Passt Microsoft 365, bauen wir dort, passt es nicht, nehmen wir n8n. Diese Entscheidung fällt in der Erstanalyse, nach Einsatzfall und nicht nach Partnerprogramm.

Microsoft-Standard
Power Automate

Schichttausch und Springer-Anfrage laufen über den Approvals-Connector, einen Standard-Connector: Die Berechtigung dafür steckt in den gängigen Microsoft-365-Plänen, Genehmiger brauchen keine Zusatzlizenz. Ehrlich dazugesagt: Sobald wir an eine Datenbank oder ein Zeiterfassungssystem per Premium-Connector müssen, ist das nicht mehr abgedeckt. Wir sagen Ihnen vorher, welcher Weg welche Lizenz braucht.

Ihre vorhandene Umgebung
Microsoft 365: Teams, Shifts, SharePoint-Liste

Der Plan liegt dort, wo die Schicht ohnehin arbeitet: Qualifikationsmatrix und Besetzungsprofile in einer SharePoint-Liste mit sauberen Berechtigungen, Plan und Tauschanfrage in Teams, auch auf dem Handy an der Linie. Kein weiteres Portal mit eigenem Passwort, das nach vier Wochen niemand mehr öffnet.

Über Microsoft hinaus
n8n für Zeiterfassung, ERP und Lohn

Wenn Zeiterfassung, ERP oder Lohnabrechnung nicht aus dem Microsoft-Kosmos kommen, verbindet n8n die Systeme, holt die Ist-Zeiten und übergibt Schicht- und Zuschlagsarten an die Lohnbuchhaltung. Auf Wunsch selbst gehostet auf deutschen Servern, damit Personal- und Krankheitsdaten Ihr Haus nicht verlassen.

So arbeiten wir

Das 30-Tage-Modell.

Vom ersten Gespräch bis zum laufenden Schichtplan in 30 Tagen, zum vorher vereinbarten Festpreis statt offener Stundenzettel.

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Kostenlose Erstanalyse

60 Minuten: Wir gehen Ihren Schichtrhythmus durch, schauen uns die Excel-Datei an, in der der Plan heute steckt, und klären, welche Regeln aus Gesetz, Tarif und Betriebsvereinbarung bei Ihnen tatsächlich gelten. Danach wissen Sie, welche Schritte sich lohnen und welche nicht.

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Konzept und Festpreis

Sie bekommen das Regelwerk schwarz auf weiß: Schichtmodelle, Ruhezeit- und Ausgleichsregeln, Qualifikationsmatrix, Besetzungsprofile, Springer-Reihenfolge, Schnittstellen zu Zeiterfassung und Lohn. Dazu ein Festpreis und die Angabe, welche Lizenzen der gewählte Weg wirklich braucht.

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Umsetzung

Wir bauen die Automatisierung in Ihrer Umgebung und testen sie mit echten Plänen einer Schichtgruppe, inklusive der unangenehmen Fälle: zwei Ausfälle am selben Morgen, Tausch über die Monatsgrenze, abgelaufene Unterweisung, Sonderschicht am Wochenende.

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Übergabe und Kontrolle

Ihre Schichtleitung lernt, Regeln, Qualifikationen und Besetzungsprofile selbst zu pflegen, ohne uns dafür anzurufen. Sie behalten die Kontrolle über jede Regel und jede Einteilung, wir bleiben auf Wunsch als Ansprechpartner erreichbar.

Weiter gedacht

Der Schichtplan ist nur so gut wie die Abwesenheiten, die er kennt.

Wer wann arbeitet, hängt daran, wer wann nicht kann: Urlaub, Abwesenheiten und Zeitkonten gehören in dieselbe Datenbasis, sonst plant die Schicht gegen einen längst genehmigten Urlaub. Die Mechanik dahinter ist immer dieselbe und damit die günstigste Erweiterung.

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Wissen Sie heute, ob Ihr Schichtplan für nächste Woche die Ruhezeit einhält?

In der kostenlosen Erstanalyse gehen wir in 60 Minuten Ihre Schichtplanung durch und zeigen, welche Schritte sich automatisieren lassen und welche Sie besser bei der Schichtleitung lassen. Unverbindlich, ohne Verkaufsdruck.

  • 60 Minuten, kostenlos und unverbindlich
  • Festpreis statt offener Stundenzettel
  • Sie behalten die Kontrolle über jede Einteilung
Häufige Fragen
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Was Geschäftsführer und Schichtleitungen zur Schichtplanung oft fragen.

Brauchen wir eine eigene Schichtplanungssoftware, um die Schichtplanung zu automatisieren?

Nein, in den meisten Betrieben reicht die vorhandene Microsoft-365-Umgebung mit Power Automate, einer SharePoint-Liste für Qualifikationen und Besetzungsprofile und Teams für Plan und Tausch. Das spart die laufende Gebühr pro Mitarbeiter und Monat, die Schichtplansoftware üblicherweise kostet. Wenn Sie bereits eine Personal- oder Zeiterfassungssoftware einsetzen, ersetzen wir sie nicht, sondern nutzen sie als Datenquelle und bauen die fehlenden Prüfungen drumherum.

Muss der Betriebsrat mitbestimmen, wenn wir die Schichtplanung automatisieren?

Ja, bei der Lage der Arbeitszeit führt an der Mitbestimmung kein Weg vorbei: Nach § 87 Abs. 1 Nr. 2 BetrVG hat der Betriebsrat mitzubestimmen über Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit einschließlich der Pausen sowie die Verteilung der Arbeitszeit auf die einzelnen Wochentage. Ein Schichtplan ist genau das, und daran ändert sich nichts dadurch, dass ihn ein Ablauf statt eines Menschen erstellt. Wir bauen die Regeln aus Ihrer Betriebsvereinbarung deshalb als prüfbares Regelwerk ab, das der Betriebsrat einsehen kann, und binden ihn früh ein. Zur rechtlichen Ausgestaltung in Ihrem Fall fragen Sie bitte Ihren Anwalt, wir bauen den technischen Ablauf.

Kann der Schichtplan automatisch prüfen, ob die Ruhezeit eingehalten ist?

Ja, das ist der Kern der Sache: Nach § 5 Abs. 1 ArbZG müssen zwischen zwei Schichten mindestens elf Stunden ununterbrochene Ruhezeit liegen, und diese Prüfung läuft bei jeder Zuweisung mit, nicht erst beim Nachrechnen. Der Plan zeigt den Konflikt an der Stelle an, an der er entsteht, samt Regel. Wichtig ist die Sonderregel: In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, Gaststätten, Verkehrsbetrieben, Rundfunk und Landwirtschaft darf die Ruhezeit nach § 5 Abs. 2 ArbZG um eine Stunde gekürzt werden, wenn jede Kürzung binnen eines Kalendermonats oder vier Wochen durch eine Ruhezeit von zwölf Stunden ausgeglichen wird. Genau solche Ausnahmen hinterlegen wir betriebsspezifisch, statt eine Standardregel überzustülpen.

Kommen die Nachtzuschläge automatisch richtig in die Lohnabrechnung?

Ja, aber die Trennung der Zeitfenster ist der Punkt, an dem es in der Praxis klemmt. Das Arbeitszeitgesetz definiert die Nachtzeit von 23 bis 6 Uhr (§ 2 Abs. 3 ArbZG, in Bäckereien und Konditoreien 22 bis 5 Uhr) und verlangt nach § 6 Abs. 5 ArbZG einen angemessenen Zuschlag oder bezahlte freie Tage, soweit kein Tarifvertrag eine Ausgleichsregelung enthält. Steuerlich gilt ein anderes Fenster: Nachtarbeit im Sinne von § 3b EStG ist die Zeit von 20 bis 6 Uhr, der steuerfreie Zuschlag beträgt 25 Prozent des Grundlohns und erhöht sich für die Zeit von 0 bis 4 Uhr auf 40 Prozent, wenn die Arbeit vor 0 Uhr aufgenommen wurde. Wir übergeben die Stunden getrennt nach diesen Fenstern, den Versand geben Sie frei.

Erstellt eine KI den Schichtplan dann komplett allein?

Nein, und das ist Absicht. Der Ablauf prüft Regeln, schlägt zulässige Besetzungen vor und sortiert Springer nach Qualifikation und Ruhezeit, aber die Einteilung geben Sie frei. Wer wann arbeitet, ist eine Entscheidung mit Rücksicht auf Menschen, Absprachen und Betriebsfrieden, und die trifft Ihre Schichtleitung besser als jedes Modell. Sie behalten die Kontrolle: Der Ablauf nimmt Ihnen das Nachrechnen ab, nicht das Entscheiden.

Schichtplanung automatisieren für KMU | NordFlux