Desktop-Flow aus dem Cloud-Flow starten
Wie Sie in Power Automate einen Desktop-Flow direkt aus einem Cloud-Flow auslösen, inklusive Modus, Variablen und Verbindung.
So starten Sie einen Power-Automate-Flow direkt aus einem SharePoint-Listenelement mit dem Trigger "Für ein ausgewähltes Element".
Manche Prozesse sollen nicht bei jeder Änderung automatisch anspringen. Sie sollen erst dann laufen, wenn jemand aus dem Team bewusst sagt: genau jetzt, für genau dieses Element.
Ein Mitarbeiter prüft eine Bestellung in einer SharePoint-Liste und stößt danach die Genehmigung an. Eine Kollegin markiert einen Vertrag als vollständig und löst gezielt die Dokumentenerstellung aus. Für solche Fälle bringt der SharePoint-Connector einen eigenen Trigger mit.
Dieser Beitrag zeigt Ihnen, wie Sie diesen manuellen Trigger einrichten. Sie erfahren, welche Werte Sie aus dem Element übernehmen können und wo die Grenzen der Funktion liegen.
Der Trigger startet einen Flow erst, nachdem eine Person ein Element in einer Liste ausgewählt hat. Er reagiert also nicht auf ein Ereignis im Hintergrund, sondern auf eine bewusste Entscheidung.
Laut dem Microsoft SharePoint Connector für Power Automate erlaubt der Trigger es Listenbenutzern, einen Flow nach der Auswahl eines Elements auszulösen. Er gehört damit zur Kategorie Direkt beziehungsweise manuell, die in der Einführung zu Triggern beschrieben ist.
Der Vorteil gegenüber einer Schaltfläche in einer eigenen App: Sie bauen keine zusätzliche Oberfläche. Der Flow erscheint direkt im Menü Automatisieren der Liste, sobald er gespeichert ist.
Die Wahl zwischen manuellem und automatischem Start entscheidet darüber, wer den Lauf verantwortet und mit welcher Verbindung er ausgeführt wird.
Trigger | Wird ausgelöst durch | Verbindung beim Ausführen | Passend, wenn
Trigger: Für ein ausgewähltes Element · Wird ausgelöst durch: Auswahl im Menü Automatisieren · Verbindung beim Ausführen: die der auslösenden Person · Passend, wenn: eine Person bewusst entscheidet, wann es losgeht
Trigger: Wenn ein Element erstellt wird · Wird ausgelöst durch: jedes neue Listenelement · Verbindung beim Ausführen: die des Flow-Besitzers · Passend, wenn: jeder Neuzugang gleich behandelt wird
Trigger: Wenn ein Element erstellt oder geändert wird · Wird ausgelöst durch: jede Änderung am Element · Verbindung beim Ausführen: die des Flow-Besitzers · Passend, wenn: jede Statusänderung geprüft werden muss
Trigger: Wiederholung (geplant) · Wird ausgelöst durch: Zeitplan · Verbindung beim Ausführen: die des Flow-Besitzers · Passend, wenn: ein Sammellauf reicht, etwa eine Fristenprüfung
Dass ein manueller Trigger die Verbindung der ausführenden Person nutzt und die Wiederholung die des Erstellers, hält Microsoft in der Problembehandlung für Trigger fest.
Vier Bedingungen müssen erfüllt sein, sonst taucht der Flow im Menü der Liste gar nicht erst auf.
Beide Wege führen zum selben Ergebnis, sie unterscheiden sich nur im Einstiegspunkt.
Den vollständigen Ausführungsstatus sehen Sie danach in Power Automate unter Meine Flows.
Der Trigger übergibt die ID und die Feldwerte des ausgewählten Elements als dynamischen Inhalt. Trotzdem sollten Sie direkt danach die Aktion Element abrufen einfügen und mit dieser ID arbeiten.
Microsoft empfiehlt dieses Vorgehen ausdrücklich. Wenn ein Flow ein Element mehrfach anfasst, fordern Sie die Feldwerte über Element abrufen frisch an. Verwenden Sie nicht die Werte aus dem Trigger weiter. Quelle: Von Workflow-Apps zu Power Automate.
So arbeiten Sie mit dem aktuellen Stand, auch wenn mehrere Personen gleichzeitig an der Liste arbeiten.
Die Aktion Element abrufen erwartet genau drei Pflichtangaben:
Feld im Designer | Schlüssel | Wert
Feld im Designer: Websiteadresse · Schlüssel: dataset · Wert: https://contoso.sharepoint.com/sites/Einkauf
Feld im Designer: Listenname · Schlüssel: table · Wert: Bestellungen
Feld im Designer: ID · Schlüssel: id · Wert: Ausdruck triggerOutputs()?['body/ID']
Die folgenden Ausdrücke fügen Sie einzeln in den Ausdruckseditor ein. Sie folgen der Referenz der Workflowdefinitionssprache.
1triggerOutputs()?['body/ID']2
3outputs('Element_abrufen')?['body/Status']4
5concat('https://contoso.sharepoint.com/sites/Einkauf/Lists/Bestellungen/DispForm.aspx?ID=', string(triggerOutputs()?['body/ID']))Der erste Ausdruck liefert die ID des ausgewählten Elements. Der zweite liest die Spalte Status aus der frisch geladenen Kopie. Der dritte baut einen Direktlink auf das Element, etwa für eine Genehmigungs-Mail.
Wichtig für den zweiten Ausdruck: Leerzeichen im Aktionsnamen werden zu Unterstrichen. Aus "Element abrufen" wird also Element_abrufen.
Die folgenden fünf Fälle decken den größten Teil der Störungen ab.
1. Der Flow erscheint nicht im Menü "Automatisieren". Ursache ist fast immer die falsche Umgebung. Nur Flows in der Standardumgebung lassen sich manuell aus einer Liste ausführen. Legen Sie den Flow dort neu an oder wechseln Sie die Umgebung. Quelle: SharePoint Connector in Power Automate.
2. Die Liste basiert auf einer Vorlage. Ankündigungen, Kontakte oder Aufgaben werden nicht unterstützt. Flows für Listen laufen nur in generischen Listen (100) und generischen Dokumentbibliotheken (101). Überführen Sie die Daten in eine generische Liste. Quelle: Bekannte Einschränkungen des Connectors.
3. Kolleginnen können den Flow nicht starten, Sie schon. Der manuelle Trigger nutzt die Verbindung der ausführenden Person. Fehlt diese Verbindung oder die Lizenz, bricht der Start ab. Enthält der Flow Premium-Connectoren, braucht jede ausführende Person eine Power-Automate-Premium- oder Process-Lizenz. Quelle: Problembehandlung für Trigger.
4. Das Flow-Fenster dreht endlos oder meldet einen Anmeldefehler. Ursache sind häufig uneinheitliche Richtlinien für bedingten Zugriff. SharePoint tauscht beim Start ein Token mit Power Automate aus. Richten Sie die Richtlinie auf Office 365 oder auf alle Cloud-Apps aus. Quelle: Workflows mit SharePoint und Power Automate.
5. Nach einem Wechsel der Umgebungs-URL passiert nichts mehr. Die Verknüpfung zur Liste ist veraltet. Öffnen Sie den Flow im Designer und speichern Sie ihn erneut, dann greifen die Trigger wieder. Quelle: Problembehandlung für Trigger.
Der Trigger passt überall dort, wo eine fachliche Prüfung dem automatischen Ablauf vorausgeht.
Einen Überblick über alle weiteren Möglichkeiten liefert die Seite Workflows mit SharePoint und Power Automate erstellen.
Stoßen Sie im Team regelmäßig Listenelemente manuell an? Dann sollten die Flows sauber strukturiert, nachvollziehbar benannt und richtig berechtigt sein. Dabei unterstützen wir Sie mit unseren Power-Automate-Leistungen.
Meistens liegt der Flow nicht in der Standardumgebung. Nur dort lassen sich Flows manuell aus einer SharePoint-Liste ausführen. Prüfen Sie außerdem, ob es sich um eine generische Liste oder Bibliothek handelt.
Nein. Der Trigger ist auf genau ein Element pro Ausführung ausgelegt. Für Sammelverarbeitung brauchen Sie mehrere Einzelläufe oder eine Automatisierung, die eine Liste von Elementen entgegennimmt.
Der SharePoint-Connector ist ein Standardconnector und braucht keine Premium-Lizenz. Sobald der Flow Premium-Connectoren enthält, benötigt jede ausführende Person eine Power-Automate-Premium- oder Process-Lizenz.
Ein häufiger Grund ist eine geänderte Umgebungs-URL oder ein Wechsel der Standardumgebung. Öffnen Sie den Flow im Designer und speichern Sie ihn erneut. Damit wird die Verknüpfung zur Liste neu aufgebaut.
SharePoint bestätigt nur den Start, nicht das Ergebnis. Öffnen Sie Power Automate, gehen Sie zu Meine Flows, wählen Sie den Flow aus und prüfen Sie den Ausführungsverlauf.
Gründer von NordFlux. Sieben Jahre Erfahrung von Web und SEO bis zur Automatisierung im Konzern-Maßstab, heute pragmatisch für den Mittelstand und mit deutscher Datenhoheit.
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