DATEVconnect, DATEV-API oder Export: welcher Weg für welche Integration

DATEVconnect, DATEV-API oder Datei-Export: welcher Integrationsweg zu welchem Anwendungsfall passt, im Überblick.

Handgezeichnete Skizze: ein Wegweiser mit drei Schildern in unterschiedliche Richtungen, ein Schild ist teal eingefärbt

DATEVconnect, die DATEV-API und der klassische Datei-Export sind drei unterschiedliche Wege, ein Vorsystem an DATEV anzubinden, und sie passen zu unterschiedlichen Situationen. DATEVconnect ist die Schnittstelle für die bidirektionale Anbindung von DATEV-Rechnungswesen- und Lohnprogrammen und wird in einen lokalen "Desktop"-Teil, der nur im lokalen Netzwerk erreichbar ist, und einen internetbasierten "Online"-Teil unterteilt, der über ein Rechenzentrum läuft und ein Abonnement voraussetzt. Die DATEV-API-Welt daneben reicht von einfachen CSV/EXTF- und XML-Exporten ohne Zertifizierungspflicht bis zu modernen REST-Schnittstellen, die eine DATEV-Partnerzertifizierung und mehr technisches Know-how verlangen. Zentrale Anlaufstelle für alle drei Wege ist das DATEV Developer Portal. Stand: August 2026.

Was ist DATEVconnect genau?

DATEVconnect ist eine Programmierschnittstelle für den bidirektionalen Datenaustausch zwischen Drittsystemen und DATEV-Rechnungswesenanwendungen. Sie teilt sich in Desktop-Aufrufe, die ausschließlich lokal im Netzwerk der Kanzlei oder des Unternehmens laufen, und Online-Aufrufe, die Daten über ein DATEV-Rechenzentrum austauschen. Für den Zugriff auf Online-Schnittstellen ist ein Abonnement erforderlich, nach dessen Abschluss Sie zunächst Zugang zu einer Sandbox erhalten, in der die Anbindung getestet werden kann, bevor sie produktiv genutzt wird. Details dazu liefert das DATEV Developer Portal.

Wie unterscheidet sich die DATEV-API von DATEVconnect?

Neben DATEVconnect bietet DATEV weitere Integrationswege an, die unterschiedlich hohe Einstiegshürden haben. CSV/EXTF- und XML-Formate sind die einfachste Stufe, sie kommen ohne Zertifizierung aus, eignen sich aber vor allem für datei-basierte, wiederkehrende Übergaben statt für Echtzeit-Anbindungen. Moderne REST-Schnittstellen sind mächtiger, setzen aber eine DATEV-Partnerzertifizierung sowie tiefere technische Kenntnisse voraus. B2B-APIs, die Partnersoftware anbinden, sind Drittanbietern über das Developer Portal zugänglich. In der Praxis läuft ein großer Teil der DATEV-Integrationen über asynchrone, dateibasierte Verarbeitung: Sie reichen eine Datei als Auftrag ein, der in eine Warteschlange eingereiht und dort verarbeitet wird, statt dass ein Request sofort eine Antwort liefert.

Für welche Integration eignet sich welcher Weg?

Ein reiner Datei-Export per CSV/EXTF passt, wenn Sie regelmäßig große, planbare Datenmengen übergeben und keine Zertifizierung anstreben, etwa für periodische Buchungsstapel. DATEVconnect Desktop passt, wenn eine lokale Software direkt und ohne Umweg über ein Rechenzentrum mit einer DATEV-Anwendung im selben Netzwerk sprechen soll. DATEVconnect Online oder eine zertifizierte REST-Schnittstelle passen, wenn die Integration cloudbasiert laufen und dauerhaft produktiv betrieben werden soll, etwa wenn ein Vorsystem automatisiert Belege an DATEV Unternehmen online übergibt. Für Nischenfälle wie den Import elektronischer Kassendaten stellt DATEV zudem eigene REST-Endpunkte bereit, laut Developer Portal etwa für den Kassenimport MeinFiskal. Wer eine solche Anbindung mit einem Automatisierungswerkzeug wie n8n umsetzen will, findet den passenden Rahmen in der n8n-Beratung von NordFlux.

Worauf sollten Sie bei der Wahl achten?

Das DATEV-Angebot an Schnittstellen befindet sich laut Developer Portal in laufender Weiterentwicklung, die Übersicht der verfügbaren APIs wird regelmäßig aktualisiert. Prüfen Sie deshalb vor einer Entscheidung im Hilfebereich des Developer Portals, welche Zertifizierungsstufe für Ihren geplanten Anwendungsfall aktuell nötig ist und ob die gewünschte Funktion bereits als REST-Endpunkt existiert oder weiterhin nur über Datei-Export läuft. Eine falsche Einschätzung an dieser Stelle führt häufig dazu, dass ein Projekt für eine Zertifizierung geplant wird, die für den eigentlichen Anwendungsfall gar nicht nötig gewesen wäre.

Häufige Fragen zu DATEVconnect, DATEV-API und Export

Brauche ich für DATEVconnect immer eine Zertifizierung?

Nein, das hängt vom gewählten Weg ab. CSV/EXTF- und XML-Export kommen ohne Zertifizierung aus, während Online-Schnittstellen und moderne REST-APIs ein Abonnement beziehungsweise eine DATEV-Partnerzertifizierung voraussetzen.

Was ist der Unterschied zwischen DATEVconnect Desktop und Online?

Desktop-Aufrufe laufen ausschließlich lokal im eigenen Netzwerk und sind nicht über das Internet erreichbar, während Online-Aufrufe Daten über ein DATEV-Rechenzentrum austauschen und ein Abonnement mit vorgeschaltetem Sandbox-Zugang erfordern.

Sind DATEV-Integrationen in Echtzeit möglich?

Teilweise. Ein großer Teil der Anbindungen arbeitet dateibasiert und asynchron über eine Verarbeitungswarteschlange, während für einzelne Nischenprodukte wie den elektronischen Kassenimport eigene REST-Endpunkte existieren.

Wo finde ich die aktuelle Übersicht aller DATEV-Schnittstellen?

Die maßgebliche Quelle ist das DATEV Developer Portal, da sich das Angebot laut DATEV laufend weiterentwickelt und ältere Übersichten schnell veralten können.

Simon Glowik, Gründer von NordFlux
Über den Autor

Gründer von NordFlux. Sieben Jahre Erfahrung von Web und SEO bis zur Automatisierung im Konzern-Maßstab, heute pragmatisch für den Mittelstand und mit deutscher Datenhoheit.

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  • Microsoft zertifiziert — PL-900 und AZ-900
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