Erster Flow in 15 Minuten (aktuelle Oberfläche)
Schritt-für-Schritt-Anleitung für die aktuelle Power-Automate-Oberfläche: vom Login bis zum ersten getesteten Cloud-Flow, mit oder ohne Copilot.
Wer in Power Automate den ersten eigenen Flow bauen möchte, meldet sich mit einem Microsoft-Konto unter make.powerautomate.com an, wählt im linken Menü den Punkt "Erstellen" und richtet danach in wenigen Minuten einen Trigger und eine Aktion ein, zum Beispiel eine automatische E-Mail nach einem Zeitplan oder beim Eintreffen einer neuen Datei. Die Oberfläche hat sich verändert: Auf der Startseite steht inzwischen ein Copilot-Feld, das aus einer Beschreibung in normaler Sprache einen passenden Trigger samt Aktionen vorschlägt, wer lieber klassisch klickt, baut den Flow weiterhin manuell über Suchfelder für Trigger und Aktionen zusammen. Diese Anleitung führt Schritt für Schritt von der Anmeldung bis zum ersten gespeicherten und getesteten Flow. Stand: Juli 2026.
Anmelden und den Startbereich verstehen
Der Einstieg läuft über make.powerautomate.com, dort melden Sie sich mit einem geschäftlichen Microsoft-Konto an, ein privates Microsoft-Konto reicht nur für einen eingeschränkten Funktionsumfang. Im linken Navigationsbereich finden Sie die Punkte "Home", "Erstellen" und "Meine Flows", über die alle weiteren Schritte laufen. Für den ersten Flow reicht in den meisten Microsoft-365-Business-Plänen die enthaltene Basisfunktion, sobald Sie Premium-Konnektoren oder eigene Datenquellen anbinden möchten, wird häufig eine zusätzliche Lizenz fällig.
Neuen Flow anlegen: mit Copilot oder von Grund auf
Für den Einstieg bieten sich zwei Wege an. Im ersten Weg beschreiben Sie im Feld "Automatisierung mit Copilot erstellen" auf der Startseite in eigenen Worten, was passieren soll, zum Beispiel eine E-Mail einmal im Monat an eine feste Adresse. Copilot schlägt daraufhin einen Trigger und eine oder mehrere Aktionen vor, mit "Beibehalten und fortfahren" übernehmen Sie den Vorschlag, prüfen die Verbindungen auf ein grünes Häkchen und wählen "Flow erstellen". Im zweiten Weg wählen Sie "Erstellen" und unter "Von Grund auf beginnen" den passenden Flow-Typ: ein automatisierter Cloud-Flow startet durch ein Ereignis wie eine neue E-Mail, ein geplanter Cloud-Flow läuft nach Zeitplan, ein sofortiger Cloud-Flow wird manuell per Klick oder Button ausgelöst. Nach der Namensvergabe wählen Sie den konkreten Trigger aus einer Suchliste aus.
Trigger und Aktion im Designer konfigurieren
Im Designer sehen Sie zunächst nur den Trigger, eine Aktion fügen Sie über das Pluszeichen darunter hinzu. Im Suchfeld "Aktion hinzufügen" tippen Sie zum Beispiel "E-Mail senden" ein und wählen "Eine E-Mail senden (V2)" unter Microsoft 365 Outlook aus. Im aufklappenden Konfigurationsbereich tragen Sie Empfänger, Betreff und Text ein, über das Blitzsymbol fügen Sie dynamische Inhalte aus dem Trigger ein, etwa den Namen einer Datei oder den Absender einer E-Mail, sodass der Text automatisch mit echten Werten gefüllt wird. Diese Kombination aus Suchfeld, Konfigurationsbereich und dynamischem Inhalt kehrt in praktisch jedem Flow wieder, unabhängig davon, welche Anwendung am Trigger oder an der Aktion beteiligt ist.
Flow speichern, testen und auswerten
Über die Schaltfläche "Speichern" oben rechts sichern Sie den Flow, eine grüne Meldung bestätigt das Speichern. Zum Testen wählen Sie in der Symbolleiste "Test", dort die Option "Manuell" und anschließend "Flow testen". Läuft der Test erfolgreich, erscheint ein grünes Häkchen, mit "Fertig" schließen Sie den Testlauf ab. Danach lohnt ein Blick auf den Ausführungsverlauf: Über "Meine Flows" öffnen Sie den neuen Flow und sehen im Bereich mit dem 28-tägigen Ausführungsverlauf, ob einzelne Läufe erfolgreich waren oder fehlgeschlagen sind, inklusive der Eingaben und Ausgaben jedes Schritts. Schlägt ein Lauf fehl, hilft meist ein Blick auf die rote Fehlermeldung direkt am betroffenen Schritt. Eine ausführliche Variante mit Beispiel-Newsletter-Flow bietet auch das offizielle Tutorial von Microsoft.
Wer diesen ersten Flow als Ausgangspunkt für größere Prozesse nutzen möchte, findet in der Power-Automate-Beratung von NordFlux Unterstützung bei Aufbau und Betrieb, ohne dass Sie die Kontrolle über Ihre eigenen Daten abgeben.
Häufige Fragen zum ersten Flow in Power Automate
Brauche ich für den ersten Flow eine bezahlte Lizenz?
Nein, für einen einfachen automatisierten oder geplanten Flow mit Standardkonnektoren wie Outlook oder SharePoint reicht in der Regel die in vielen Microsoft-365-Business- und Enterprise-Plänen enthaltene Basisfunktion. Sobald Sie Premium-Konnektoren, eigene Datenbanken oder höhere Ausführungslimits benötigen, wird eine separate Power-Automate-Lizenz fällig, eine kurze Lizenzberatung klärt vorab, welcher Plan zu Ihrem Vorhaben passt.
Was unterscheidet einen automatisierten, geplanten und sofortigen Cloud-Flow?
Ein automatisierter Cloud-Flow startet, sobald ein definiertes Ereignis eintritt, etwa eine neue Datei oder E-Mail. Ein geplanter Cloud-Flow läuft nach einem festen Zeitplan, zum Beispiel einmal im Monat. Ein sofortiger Cloud-Flow wird manuell ausgelöst, etwa per Klick in der mobilen App oder als Aktion in einer Power App. Alle drei Typen wählen Sie beim Anlegen unter "Erstellen" und "Von Grund auf beginnen" aus.
Muss ich Copilot verwenden, um einen Flow zu bauen?
Nein, Copilot ist eine Option, kein Zwang. Über die Registerkarte "Ohne Copilot" bauen Sie jeden Flow weiterhin klassisch über Suchfelder für Trigger und Aktionen zusammen, das Ergebnis ist technisch identisch, nur der Weg dorthin unterscheidet sich.
Warum schlägt mein Testlauf fehl?
Häufigste Ursache ist eine Verbindung, die noch nicht autorisiert ist, erkennbar an einem roten Ausrufezeichen statt eines grünen Häkchens bei der jeweiligen App. Weitere typische Gründe sind fehlende Berechtigungen für ein Postfach oder eine Bibliothek sowie leere Pflichtfelder in einer Aktion. Der Ausführungsverlauf zeigt bei jedem Schritt die genaue Fehlermeldung an, weiterführende Hilfe bietet die Problembehandlung bei einem Cloud-Flow von Microsoft.
NordFlux UG (haftungsbeschränkt)
NordFlux baut Organisationen digitale Mitarbeiter: Automatisierungen und KI-Agenten, die wiederkehrende Arbeit abnehmen. Sie behalten die Kontrolle.
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