Was DATEV Unternehmen online kostet, und was die Kanzlei davon weitergibt

Was DATEV Unternehmen online 2026 kostet: Grundgebühr, Nutzer- und Belegpreise transparent erklärt.

Handgezeichnete Skizze: eine Hand hält eine Münze über ein Sparschwein

DATEV Unternehmen online kostet laut der aktuellen DATEV-Preisliste für Unternehmen (Stand Januar 2026) eine monatliche Grundgebühr von 10,50 Euro zzgl. USt., in der bereits zehn Nutzer enthalten sind, jeder weitere Nutzer kostet 2,00 Euro pro Monat zzgl. USt. Wer zusätzlich die DATEV-Belegverwaltung online nutzt, zahlt dafür separat ab 3,50 Euro pro Monat zzgl. USt. je Mandantenbestand für bis zu 0,5 GB Speicher, jeder weitere Gigabyte kostet 1,00 Euro pro Monat. Stand: August 2026.

Wer zahlt die Grundgebühr, die Kanzlei oder das Unternehmen?

Die Grundgebühr fällt grundsätzlich beim Unternehmen an, das den Mandantenbestand nutzt, während die Kanzlei selbst für ihren eigenen Zugriff auf DATEV Unternehmen online keine zusätzliche Grundgebühr zahlt. In der Praxis rechnen die meisten Kanzleien die Lizenzkosten trotzdem an den Mandanten weiter, oft gebündelt mit der eigentlichen Buchführungspauschale, sodass auf der Rechnung der Kanzlei nicht immer sichtbar ist, welcher Anteil auf DATEV selbst entfällt und welcher auf die Kanzleileistung. Fragen Sie im Zweifel direkt nach der Kostenaufstellung, DATEV selbst veröffentlicht die Preisliste für Unternehmen öffentlich als PDF.

Gibt es eine kostenlose Variante von DATEV Unternehmen online?

Ja, Unternehmen, die zusätzlich DATEV Mittelstand Faktura mit Rechnungswesen einsetzen, erhalten DATEV Unternehmen online inklusive zehn Nutzern ohne separate Grundgebühr. Das lohnt sich vor allem für Betriebe, die ohnehin die DATEV-Faktura- und Rechnungswesen-Programme im Einsatz haben oder planen, während reine Belegaustausch-Nutzer ohne diese Zusatzprogramme die volle Grundgebühr zahlen. Ob dieses Modell für Ihren Betrieb passt, hängt davon ab, welche DATEV-Programme Ihre Kanzlei ohnehin für die Buchführung einsetzt.

Was kostet die Belegverwaltung zusätzlich?

Die DATEV-Belegverwaltung online kostet ab 3,50 Euro pro Monat zzgl. USt. je Mandantenbestand für ein Speichervolumen von bis zu 0,5 GB, danach 1,00 Euro pro Monat und Gigabyte zusätzlich. Bei Betrieben mit vielen gescannten Belegen oder hochauflösenden PDF-Rechnungen kann dieser Speicheranteil schneller wachsen als die reine Nutzerlizenz, besonders wenn Belege über Jahre im System verbleiben, bevor sie archiviert werden. Ein Blick auf den Preisvergleich von Qonto zeigt zusätzlich, wie sich diese Kosten in der Praxis auf typische KMU-Mandate auswirken.

Wie lässt sich der Belegtransfer nach DATEV automatisieren?

Automatisieren lässt sich der Belegtransfer, indem eingehende Rechnungen und Belege direkt aus E-Mail-Postfach, Scanner-Ablage oder Buchhaltungssoftware in DATEV Unternehmen online geschoben werden, ohne dass jemand einzeln hochlädt. Solche Strecken bauen wir bei NordFlux typischerweise mit n8n, etwa als Workflow, der Belege aus einem gemeinsamen Postfach zieht, dubliziert prüft und mit dem passenden Mandantenbestand verknüpft ablegt, siehe Automatisierung im Mittelstand. Wichtig dabei: Ein automatisierter Belegtransfer ändert nichts an den DATEV-Lizenzkosten, spart aber die manuelle Zeit für das Hochladen.

Häufige Fragen zu DATEV Unternehmen online Kosten

Sind die genannten Preise Netto- oder Bruttopreise?

Die in der DATEV-Preisliste ausgewiesenen Beträge sind Nettopreise zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer, wie es bei B2B-Softwarelizenzen üblich ist. Rechnen Sie für die tatsächliche Kostenplanung die aktuell gültige Umsatzsteuer hinzu, und prüfen Sie die Preisliste regelmäßig, da DATEV die Preise jährlich zum Jahreswechsel anpasst.

Zahlt jedes Unternehmen automatisch den vollen Nutzerpreis?

Nein, in der Grundgebühr sind bereits zehn Nutzer enthalten, sodass kleinere Betriebe oft ohne zusätzliche Nutzerkosten auskommen. Erst ab dem elften Nutzer fällt der Zusatzbetrag von 2,00 Euro pro Monat und Nutzer an, was für die meisten kleinen und mittleren Betriebe selten relevant wird.

Warum unterscheiden sich die Preisangaben verschiedener Kanzleien?

Weil Kanzleien die DATEV-Lizenzkosten unterschiedlich in ihre eigene Honorarstruktur einrechnen, manche weisen sie separat aus, andere bündeln sie in eine Pauschale. Die DATEV-eigene Preisliste zeigt nur die Listenpreise von DATEV selbst, nicht das, was Ihre Kanzlei am Ende dafür berechnet.

Lohnt sich ein Wechsel zu einer günstigeren Buchhaltungssoftware?

Das hängt davon ab, wie stark Ihre Kanzlei und Ihre bestehenden Prozesse an DATEV gebunden sind, ein Wechsel spart möglicherweise Lizenzkosten, verursacht aber Migrationsaufwand und setzt voraus, dass Ihre Kanzlei die Alternative unterstützt. Bevor Sie wechseln, lohnt sich eine ehrliche Rechnung, die Migrationskosten und laufende Einsparung gegenüberstellt.

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