Slush 2025: KI gegen Papierstau
Auf der Slush in Helsinki wird KI im Alltag längst gelebt, während bei uns noch der Papierstau regiert. Warum dieser Abstand für den Mittelstand vor allem eine Chance ist.

Slush in Helsinki ist eine andere Welt. Zehntausende Menschen, eine ganze Halle voller Energie, und überall Gespräche über Technologie, die bei uns noch als Zukunftsmusik gilt. Ich bin mit einer Erkenntnis zurückgekommen, die mich seitdem nicht loslässt, und sie hat weniger mit Tools zu tun als mit Haltung.
Eine andere Welt
International ist die Digitalisierung viel weiter, als der typische deutsche Mittelstand es wahrhaben will. In Helsinki wird ganz selbstverständlich über KI im Tagesgeschäft gesprochen, über Agenten, die ganze Abläufe übernehmen, über Daten, die Entscheidungen vorbereiten. Bei uns regiert vielerorts noch der Papierstau. Belege werden abgetippt, Freigaben laufen per E-Mail kreuz und quer, und das Wertvollste im Betrieb, die Zeit der Mitarbeitenden, versickert in Routine.
Mir ist auf der Slush klar geworden, wie groß dieser Abstand wirklich ist. Es geht nicht um ein paar Monate Rückstand, sondern um eine andere Denkweise. Dort fragt man „was können wir damit bauen", hier oft zuerst „was kostet uns das, wenn es schiefgeht".
Der Papierstau ist kein Schicksal
Das klingt erst einmal ernüchternd, ist aber das Gegenteil. Der Abstand bedeutet, dass der Hebel bei uns riesig ist. Wer heute den ersten Prozess automatisiert, holt oft mehr heraus als ein digital weit fortgeschrittenes Unternehmen mit seinem fünften Optimierungsprojekt. Die niedrig hängenden Früchte hängen bei uns noch am Baum.
Ich sehe das in fast jedem Erstgespräch. Da gibt es den einen Prozess, der jeden Tag Stunden frisst, und niemand hat ihn angefasst, weil „das haben wir immer so gemacht". Genau dort fange ich an. Nicht mit dem großen Transformationsprogramm, sondern mit dem einen Schritt, der sofort spürbar entlastet.
Was mich wirklich beeindruckt hat
Am Ende waren es nicht die Bühnen und nicht die Start-ups, die mich am meisten mitgenommen haben. Es waren die Menschen. So begeisterungsfähig für Neues, so offen, einfach mal etwas auszuprobieren, ohne die deutsche Reflexfrage „und was, wenn es schiefgeht". Diese Neugier ist ansteckend, und sie ist ehrlich gesagt das, was mir hier manchmal fehlt.
Ich glaube nicht, dass man diese Haltung eins zu eins importieren kann. Die Sorgen des Mittelstands sind real: Datenschutz, Abhängigkeit, knappe Budgets. Aber man kann die Begeisterung übersetzen, in etwas, das sich sicher anfühlt.
Was ich daraus für den Mittelstand mitnehme
Genau das ist meine Aufgabe. Ich nehme den Funken von Orten wie der Slush mit und übersetze ihn in die Realität eines norddeutschen Betriebs. In pragmatische Schritte statt großer Versprechen. In einen Festpreis statt eines offenen Risikos. In deutsche Datenhoheit statt einer Blackbox. Und in die Gewissheit, dass Sie die Kontrolle behalten, auch wenn die Technik klüger wird.
So wird aus „spannend, aber riskant" ein Projekt, das ein Mittelständler tatsächlich startet. Genau diese Übersetzung ist der Grund, warum ich auf solche Veranstaltungen fahre.
NordFlux UG (haftungsbeschränkt)
NordFlux baut Organisationen digitale Mitarbeiter: Automatisierungen und KI-Agenten, die wiederkehrende Arbeit abnehmen. Sie behalten die Kontrolle.
Wo frisst bei Ihnen die Routine die meiste Zeit?
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- Ein fester Ansprechpartner, kein Callcenter
- Erste Ergebnisse in rund 30 Tagen
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