Genehmigung mit benutzerdefinierten Antworten in Power Automate
Statt nur Ja oder Nein: So richten Sie in Power Automate Genehmigungs-Flows mit eigenen Antwortoptionen ein und werten sie aus.
Wie Power Automate über den Teams-Connector interaktive Adaptive Cards postet, Antworten verarbeitet und wo die Grenzen liegen.
Wenn in Power Automate ein Flow ausgelöst wird, reicht eine einfache Textnachricht in Teams oft nicht aus. Ein Genehmigungsschritt, eine Abstimmung im Team oder eine Rückmeldung zu einer Bestellung brauchen mehr als eine reine Information, sie brauchen eine Möglichkeit, direkt im Chat zu reagieren. Genau dafür sind Adaptive Cards gedacht: interaktive Karten, die Power Automate über den Microsoft-Teams-Connector direkt in einen Chat oder Kanal postet und auf deren Antwort der Flow anschließend wartet.
Dieser Artikel zeigt, welche Aktionen der Teams-Connector für Adaptive Cards mitbringt, wie Sie eine erste interaktive Karte bauen und welche Einschränkungen laut offizieller Microsoft-Dokumentation beim Entwurf zu beachten sind. So behalten Sie von Anfang an die Kontrolle darüber, wie Ihre digitale Mitarbeiterin mit Ihrem Team kommuniziert, statt nach dem ersten Fehlerbild in der Doku suchen zu müssen.
Laut der Microsoft-Dokumentation zu adaptiven Karten für Teams sind Adaptive Cards eine plattformunabhängige Methode zum Freigeben und Anzeigen von Informationsblöcken, ohne dass Sie dafür CSS oder HTML anpassen müssen. Sie beschreiben die Karte im JSON-Format, und Teams wandelt diese Beschreibung beim Anzeigen automatisch in eine native Oberfläche um, die zum jeweiligen Host passt.
Der entscheidende Unterschied zu einer normalen Chat-Nachricht liegt in der Interaktivität: Eine Adaptive Card kann Textfelder, Auswahllisten und Schaltflächen enthalten, über die Empfängerinnen und Empfänger direkt im Chat antworten. Power Automate nimmt diese Antwort auf und führt den Flow mit den eingegebenen Daten fort, ganz ohne separates Formular oder zusätzliche App.
Der Teams-Connector unterscheidet laut Dokumentation zwischen Karten an einzelne Personen und Karten an ganze Kanäle, und jeweils zwischen einer Variante mit und ohne Wartefunktion:
Für proaktive Nachrichten aus einem Copilot-Studio-Agenten heraus stehen laut der Dokumentation zu proaktiven Teams-Nachrichten zusätzlich die Aktionen Post adaptive card in a chat or channel und Post adaptive card and wait for a response zur Verfügung. Hier wählen Sie als Post as die Option Microsoft Copilot Studio agent und geben Empfänger sowie den gewünschten Agenten an.
Bevor Sie loslegen, muss laut Dokumentation die Workflows-App in Microsoft Teams installiert sein, sonst schlägt die Flow-Ausführung mit einer klaren Fehlermeldung fehl. So bauen Sie die erste Karte:
1. Melden Sie sich bei Power Automate an und lege einen sofortigen Cloud-Flow mit dem Auslöser Flow manuell auslösen an.
2. Füge als neuen Schritt die Aktion Adaptive Karte in einem Teams-Kanal posten und auf Antwort warten hinzu und wähle Team sowie Kanal aus.
3. Fügen Sie im Feld Nachricht den JSON-Code Ihrer Karte ein. Für den Einstieg reicht ein Aufbau mit einer Überschrift, einem Fließtext, einer Input.ChoiceSet für die Auswahlmöglichkeiten und einem Action.Submit-Button am Ende.
4. Trage im Feld Aktualisierungsnachricht den Text ein, den die Karte nach der Antwort anzeigen soll. Ohne diese Angabe setzt sich die Karte nach jeder Übermittlung einfach zurück, was laut Doku zu unnötigen Mehrfach-Übermittlungen verleitet.
5. Verarbeite die Antwort in einem Folgeschritt weiter, etwa über eine E-Mail, die den ausgewählten Wert aus dem dynamischen Inhalt der Wait-for-a-Response-Aktion enthält.
Wenn Sie den Flow ausführen, sehen Sie an der Wartemarkierung im Ausführungsprotokoll, dass Power Automate tatsächlich auf die Antwort wartet. Erst nach der Übermittlung durch die Empfängerin läuft der Flow mit den eingegebenen Werten weiter, wie in der Anleitung zum Erstellen der ersten adaptiven Karte im Detail beschrieben.
Innerhalb einer Adaptive Card mit Wait-for-a-Response liefert jedes Eingabeelement seinen Wert über die im JSON hinterlegte ID zurück, im Beispiel der Dokumentation etwa acPollChoices für eine Auswahlliste. Diese ID finden Sie im nachfolgenden Schritt als dynamischen Inhalt wieder und können sie direkt in E-Mails, Listeneinträgen oder weiteren Bedingungen verwenden.
Nutzen Sie stattdessen eine proaktive Karte über einen Copilot-Studio-Agenten, liefert die Antwort laut Dokumentation die Variable submitActionId, deren Wert dem Titel der gewählten Aktion entspricht. Für beide Varianten gilt: Zusätzliche Details wie die Benutzer-ID der antwortenden Person stehen erst nach der Wait-for-a-Response-Aktion als dynamischer Inhalt bereit, für vollständige Profildaten brauchen Sie zusätzlich den Office-365-Benutzerkonnektor.
Die Dokumentation listet mehrere Punkte, die in der Praxis häufig für Verwirrung sorgen:
Neben den strukturellen Einschränkungen nennt Microsoft in den eigenen Tipps zur Problembehandlung vor allem drei wiederkehrende Fehlerbilder:
Wer diese drei Punkte vor dem Go-Live einmal durchgeht, erspart sich die meisten der Fehlermeldungen, die in der Praxis erst nach dem ersten produktiven Lauf auffallen. Wer Power Automate als digitale Mitarbeiterin einsetzt und dabei auf sauber aufgebaute, wartungsarme Teams-Benachrichtigungen Wert legt, findet in der Power-Automate-Beratung von NordFlux Unterstützung beim Aufbau von Adaptive Cards und der dazugehörigen Fehlerbehandlung.
Nein. Laut Dokumentation liefern Karten ohne diese Aktion für alle Buttons außer Action.OpenUrl einen Fehler zurück, Daten aus Eingabefeldern lassen sich also nur mit einer der beiden Wait-for-a-Response-Varianten erfassen.
Nur einmal. Nach der ersten Übermittlung läuft der Flow weiter, jede weitere Übermittlung derselben Karte wird laut Dokumentation ignoriert, ohne dass eine erneute Rückmeldung erfolgt.
Weil das Feld Aktualisierungsnachricht nicht befüllt wurde. Ohne diese Angabe setzt sich die Karte nach jeder Übermittlung einfach zurück, was Empfängerinnen und Empfänger leicht zu einer zwecklosen zweiten Übermittlung verleitet.
Nein, die Dokumentation weist ausdrücklich darauf hin, dass das Templating-Feature aus der allgemeinen Adaptive-Cards-Spezifikation von Power Automate nicht unterstützt wird. Baue die Karte stattdessen mit vollständig ausgefülltem JSON ohne Platzhalter-Templates.
Nicht zwingend. Der Adaptive-Cards-Designer bietet eine visuelle Drag-and-Drop-Oberfläche, aus der Sie den fertigen JSON-Code direkt in das Nachrichtenfeld der Power-Automate-Aktion kopieren.
Gründer von NordFlux. Sieben Jahre Erfahrung von Web und SEO bis zur Automatisierung im Konzern-Maßstab, heute pragmatisch für den Mittelstand und mit deutscher Datenhoheit.
Zertifizierungen
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Interaktive Karten im Microsoft-Teams-Connector bieten mehr als eine einfache Nachricht, aber bekannte Einschränkungen und typische Fehlerquellen bei der Antwortverarbeitung bremsen viele Umsetzungen aus. NordFlux baut Adaptive-Card-Flows, die Antworten zuverlässig weiterverarbeiten, und kennt die Grenzen des Connectors aus der Praxis. Im ersten Gespräch prüfen wir, welche interaktive Lösung zu Ihrem Anwendungsfall passt.