Azure OpenAI im Flow (Premium)
Azure-OpenAI-Connector in Power Automate: Voraussetzungen, Premium-Lizenzpflicht und warum die Azure-Kosten getrennt von der Lizenz anfallen.
Premium oder Process? So finden Sie die richtige Power-Automate-Lizenz, und wie Flow-Gruppen kleinen Flows Geld sparen.
Wer zum ersten Mal ein Power-Automate-Budget plant, stolpert über dieselbe Frage: Braucht dieser Flow eine Premium-Lizenz pro Person, oder reicht eine einzige Process-Lizenz für den ganzen Vorgang? Die Verwirrung hat einen einfachen Grund. Microsoft hat die Namen der Lizenzmodelle geändert, viele Forenbeiträge und ältere Anleitungen nennen aber weiterhin die alten Bezeichnungen.
Dieser Artikel ordnet Premium und Process sauber ein und zeigt die Auswahlkriterien aus der Herstellerdokumentation. Außerdem erklärt er die Flow-Gruppen als Sparhebel für Unternehmen mit vielen kleinen Flows.
Premium lizenziert einen Menschen, Process lizenziert einen Vorgang. Eine Premium-Lizenz gehört einer Person und erlaubt ihr beliebig viele Flows mit Premium- und benutzerdefinierten Konnektoren. Eine Process-Lizenz hängt an einem Cloud-Flow, einer Flow-Gruppe oder einer Maschine und gilt unabhängig davon, wer den Flow startet.
Laut der Power-Automate-Lizenzierungs-FAQ von Microsoft hat die Process-Lizenz die höchste Priorität aller Lizenzen. Ein Flow mit Process-Lizenz nutzt immer deren Limits und braucht keinen lizenzierten Besitzer, auch bei Premium-Konnektoren.
Merkmal | Power Automate Premium | Power Automate Process
Merkmal: Lizenziert · Power Automate Premium: eine Person · Power Automate Process: einen Cloud-Flow, eine Flow-Gruppe oder eine Maschine
Merkmal: Aktionen pro Tag · Power Automate Premium: 40.000 je Nutzerkontext · Power Automate Process: 250.000 je Lizenz
Merkmal: Premium- und benutzerdefinierte Konnektoren · Power Automate Premium: enthalten · Power Automate Process: enthalten
Merkmal: Zahl der auslösenden Personen · Power Automate Premium: nur die lizenzierte Person · Power Automate Process: unbegrenzt viele Personen in der Organisation
Merkmal: Stapelbar · Power Automate Premium: nein, Limits addieren sich nicht · Power Automate Process: ja, bis zu 10 Lizenzen auf einem einzelnen Flow
Merkmal: Typischer Einsatz · Power Automate Premium: Entwickler, RPA-Entwickler, attended RPA · Power Automate Process: Hintergrundprozesse, unattended RPA, Service Principal
Die heutigen Namen sind Premium und Process, die früheren waren Per-User-Plan und Per-Flow-Plan. Die Lizenzübersicht von Microsoft führt beide ausdrücklich als veraltet. Bereits gekaufte Alt-Lizenzen bleiben nutzbar, sollen aber bei der nächsten Verlängerung ersetzt werden.
Alter Name | Heutige Lizenz | Wichtiger Unterschied
Alter Name: Power Automate Per-User-Plan (veraltet) · Heutige Lizenz: Power Automate Premium · Wichtiger Unterschied: mehr Berechtigungen zum gleichen Preis
Alter Name: Power Automate Per-Flow-Plan (veraltet) · Heutige Lizenz: Power Automate Process · Wichtiger Unterschied: Per-Flow war nicht stapelbar, Process ist es
Alter Name: Unattended-RPA-Add-on (veraltet) · Heutige Lizenz: Power Automate Process · Wichtiger Unterschied: gleicher Preis, mehr Berechtigungen
Achten Sie bei Angeboten und Preisvergleichen darauf, welchen Namen Ihr Gegenüber tatsächlich meint. Premium und Process unterscheiden sich in Preisstruktur und Berechtigungen deutlich.
Eine Premium-Lizenz brauchen Sie für Personen, nicht für einzelne Flows. Nach den Kriterien der offiziellen FAQ planen Sie eine Premium-Lizenz ein, wenn jemand in Ihrem Team:
Für Sachbearbeitung mit Standardkonnektoren wie SharePoint, Outlook oder Teams reicht dagegen häufig die im Microsoft-365-Abonnement enthaltene Berechtigung mit 6.000 Aktionen pro Tag.
Die Process-Lizenz lohnt sich für Automationen, die im Hintergrund für die ganze Organisation laufen. Laut Microsoft brauchen Sie eine Process-Lizenz, sobald eines dieser Kriterien zutrifft:
Der Bedarf ergibt sich aus dem geschätzten Tagesvolumen, geteilt durch 250.000 Aktionen. Microsoft nennt dafür in der FAQ diese Rechnung:
1Tagesbedarf = (Aktionen pro Lauf) x (Läufe pro Tag)2Process-Lizenzen = aufrunden(Tagesbedarf / 250000)Die Ist-Zahlen holen Sie sich pro Flow aus der Analyse-Ansicht. Für eine Bestandsaufnahme über alle Flows einer Umgebung listet die Dataverse-Web-API alle aktiven Cloud-Flows auf. Cloud-Flows liegen in der Tabelle workflow, category eq 5 steht für Modern Flow, statecode eq 1 für aktiviert:
1GET https://<org>.crm4.dynamics.com/api/data/v9.2/workflows2 ?$select=name,statecode,createdon3 &$filter=category eq 5 and statecode eq 14 &$orderby=name5Accept: application/json6OData-MaxVersion: 4.07OData-Version: 4.0Die Spaltenbedeutungen stehen in der Referenz zur Process-Tabelle. Ergänzend zeigt das Power Platform Admin Center unter Licensing, Power Automate, Usage, welche Flows an ihre Kapazitätsgrenze stoßen.
Eine Flow-Gruppe lässt bis zu 25 lösungsfähige Cloud-Flows die Kapazität einer einzigen Process-Lizenz teilen. Laut der Dokumentation zu Flow-Gruppen werden sie seit Juli 2026 schrittweise ausgerollt und stehen automatisch zur Verfügung, sobald das Feature Ihre Umgebung erreicht.
Grenzwert | Wert
Grenzwert: Flows je Gruppe · Wert: 25, jeder übergeordnete und untergeordnete Flow zählt einzeln
Grenzwert: Process-Lizenzen je Gruppe · Wert: 1, entspricht 250.000 Aktionen pro Tag
Grenzwert: Stapeln von Lizenzen · Wert: für Gruppen nicht verfügbar
Grenzwert: Geltungsbereich · Wert: eine einzelne Umgebung
Grenzwert: Gruppenmitgliedschaft · Wert: ein Flow gehört zu höchstens einer Gruppe
Grenzwert: Nicht zulässig · Wert: Desktop-Flows, Geschäftsprozessflüsse, Flows ohne Lösung, Flows unter einem nutzerbasierten Plan
Der Verbrauch wird gegen die Gruppensumme gemessen, nicht je Flow. Für ein KMU mit Genehmigungs-Workflows in HR, Einkauf und Buchhaltung heißt das: eine Lizenz statt zehn, und ungenutzte Kapazität wandert in den gemeinsamen Pool.
Sie legen die Gruppe in fünf Schritten an, beschrieben in der Anleitung zum Erstellen und Verwalten einer Flow-Gruppe:
Die häufigsten Stolperfallen betreffen Kapazität, Lösungen und Umgebungen. Diese fünf treten in der Praxis am häufigsten auf:
Ein Hinweis zum Rückbau: Entfernen Sie die Process-Lizenz eines Flows oder wechseln Sie seinen Plan, verlässt der Flow die Gruppe. Abhängige Flows werden dann angehalten, bis sie neu lizenziert sind.
Wenn Sie unsicher sind, ob sich eine Flow-Gruppe lohnt, beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme aller Flows und ihrer Aktionsvolumen. Mehr zur Kostenfalle bei Premium-Konnektoren lesen Sie im Beitrag zu Power Automate Premium Connector Kosten. Die Power-Automate-Beratung von NordFlux unterstützt Sie beim Aufsetzen einer tragfähigen Lizenzstrategie.
Premium lizenziert eine Person, die beliebig viele Flows mit Premium-Konnektoren bauen und auslösen darf. Process lizenziert einen Cloud-Flow, eine Flow-Gruppe oder eine Maschine, unabhängig von Besitzer und auslösender Person, mit 250.000 Aktionen pro Tag je Lizenz.
Nein. Bereits gekaufte Per-User- und Per-Flow-Lizenzen bleiben laut Microsoft nutzbar. Sie gelten als veraltet und sollten bei der nächsten Verlängerung durch Power Automate Premium beziehungsweise Power Automate Process ersetzt werden.
Das hängt vom Volumen ab. Flows sind nicht automatisch abgedeckt, nur weil sie zu einem Geschäftsprozess gehören. Fügen Sie bis zu 25 lösungsfähige Flows ausdrücklich einer Flow-Gruppe hinzu, dann teilen sie eine Lizenz.
Eine Flow-Gruppe lohnt sich, wenn mehrere lösungsfähige Flows deutlich unter 250.000 Aktionen pro Tag liegen und bisher einzeln lizenziert würden. Prüfen Sie die Analyse-Ansicht: Liegen mehrere Flows bei 5.000 bis 50.000 Aktionen täglich, bündeln Sie sie.
Nein. Desktop-Flows sind laut offizieller Dokumentation von Flow-Gruppen ausgeschlossen, ebenso Geschäftsprozessflüsse und Flows unter einem nutzerbasierten Plan. Flow-Gruppen gelten ausschließlich für lösungsfähige Cloud-Flows, die Sie ausdrücklich hinzufügen.
Gründer von NordFlux. Sieben Jahre Erfahrung von Web und SEO bis zur Automatisierung im Konzern-Maßstab, heute pragmatisch für den Mittelstand und mit deutscher Datenhoheit.
Zertifizierungen
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