Automatisierung · NIS2 und Nachweispflichten

NIS2 scheitert im Mittelstand nicht am Verstehen, sondern an der Stunde null.

Die Pflichten sind bekannt: Frühwarnung binnen 24 Stunden, Folgemeldung binnen 72, Abschlussbericht nach einem Monat. Das Problem ist, dass genau dann, wenn der Vorfall läuft, niemand Zeit hat, Uhrzeiten zu notieren und Belege zu sortieren. Wir bauen die Strecke, die das im Hintergrund erledigt, damit Ihr Team an der Störung arbeiten kann statt am Formular.

Das Problem

Die Meldung ist nicht das Problem, die Beweisführung danach ist es.

Im Ernstfall zählt jede Stunde, und trotzdem entscheidet später allein die Dokumentation, ob Sie Ihre Pflichten erfüllt haben. Wer erst nach dem Vorfall anfängt zu rekonstruieren, wann was bemerkt und wer informiert wurde, hat den Nachweis schon verloren.

  • 01Der Zeitpunkt der Kenntnisnahme ist nirgends festgehalten, dabei startet genau dort die 24-Stunden-Frist.
  • 02Belege liegen verstreut in Monitoring-Werkzeugen, Teams-Chats und privaten Postfächern, statt an einem Vorgang.
  • 03Es ist nicht geregelt, wer meldet, wer vertritt und was passiert, wenn der Vorfall am Freitagabend auffällt.
  • 04Für die jährliche Nachweisführung wird jedes Mal von vorn zusammengesucht, was ohnehin das ganze Jahr über anfällt.
Anwendungsfälle
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Was wir rund um NIS2 konkret bauen.

Wir automatisieren die Ablauf- und Nachweisseite, nicht die juristische Bewertung. Jeder Baustein funktioniert einzeln, Sie müssen nicht auf ein Gesamtprojekt warten.

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Vorfallakte ab der ersten Minute

Sobald ein Vorfall gemeldet oder ein Alarm ausgelöst wird, entsteht ein Vorgang mit Zeitstempel, Melder und erster Einschätzung. Alles Weitere hängt sich an diesen Vorgang, statt in Chats zu verschwinden. Der Zeitpunkt der Kenntnisnahme steht damit fest, bevor jemand darüber nachdenken muss.

Wirkung Fristbeginn dokumentiert statt rekonstruiert
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Fristenuhr für alle drei Meldestufen

Aus dem Zeitpunkt der Kenntnisnahme errechnet der Ablauf die Termine für Frühwarnung, Folgemeldung und Abschlussbericht. Vorwarnungen gehen rechtzeitig an die zuständige Person und danach an die Vertretung, nicht erst beim Ablauf. So läuft keine Frist still aus, weil jemand im Urlaub war.

Wirkung Warnung vor der Frist, nicht danach
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Meldeentwurf vorbereiten statt Formular suchen

Der Ablauf stellt die Angaben zusammen, die für die Meldung gebraucht werden: Art der Störung, betroffene Dienste, bisherige Einschätzung, Zeitverlauf. Daraus entsteht ein Entwurf, den Ihre verantwortliche Person prüft und freigibt. Abgeschickt wird nie automatisch, die Entscheidung bleibt bei einem Menschen.

Ersparnis Entwurf prüfen statt bei null anfangen
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Nachweise laufend statt einmal im Jahr sammeln

Schulungsnachweise, Prüfprotokolle, Berechtigungsprüfungen und Dienstleisterunterlagen laufen dort auf, wo sie ohnehin entstehen, und werden dem passenden Pflichtpunkt zugeordnet. Fehlt ein Nachweis, meldet sich der Ablauf bei der zuständigen Person mit Vorlauf. Der Ordner ist damit immer aktuell, nicht nur vor einer Prüfung.

Ersparnis Kein Sammelmarathon vor dem Termin
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Rollen, Vertretung und Eskalation hinterlegen

Wer meldet, wer entscheidet und wer übernimmt außerhalb der Geschäftszeiten, steht als Ablauf hinterlegt und nicht in einem Dokument, das niemand im Ernstfall öffnet. Die Benachrichtigung geht der Reihe nach, bis jemand bestätigt. Die Kette lässt sich üben, ohne dass ein echter Vorfall nötig ist.

Wirkung Auch am Freitagabend geregelt
Lösungswege

Womit wir die Meldestrecke bauen.

Welcher Weg passt, hängt davon ab, was bei Ihnen schon läuft und wie streng Ihre Anforderungen an die Datenhaltung sind. Das klären wir in der Erstanalyse.

Ablaufsteuerung
n8n im eigenen Haus

n8n nimmt Alarme aus Ihren vorhandenen Überwachungswerkzeugen entgegen, legt den Vorgang an und führt die Fristenuhr. Läuft auf einem Server in Deutschland oder in Ihrer eigenen Umgebung, was bei Sicherheitsvorfällen häufig die Bedingung ist. Jeder Schritt ist protokolliert und im Nachhinein prüfbar.

Microsoft 365
Nachweisablage in SharePoint und Teams

Ist Microsoft 365 im Haus, legen wir die Vorfallakte und die Nachweisstruktur dort an, wo Ihre Leute ohnehin arbeiten. Berechtigungen, Versionsstand und Aufbewahrung folgen den Regeln, die Sie bereits gesetzt haben. Benachrichtigungen und Freigaben laufen über Teams.

Einordnung
Governance, bevor automatisiert wird

Bevor Abläufe entstehen, muss klar sein, welche Pflichten für Sie überhaupt gelten und wer sie verantwortet. Diesen Teil arbeiten wir mit Ihnen in der KI- und Prozessberatung auf, gemeinsam mit Ihrer rechtlichen Beratung. Ohne diese Klärung automatisiert man den falschen Ablauf sehr effizient.

So arbeiten wir

Das 30-Tage-Modell.

Eine erste belastbare Meldestrecke steht in 30 Tagen, zum vorher vereinbarten Festpreis. Kein offener Stundenzettel und kein Compliance-Projekt, das ein Jahr läuft.

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Woche 1: Erstanalyse und Bestandsaufnahme

Wir sehen uns an, welche Überwachung heute vorhanden ist, wo Vorfälle auflaufen und was an Nachweisen bereits existiert. Am Ende steht eine ehrliche Lückenliste, auch dann, wenn sie länger ausfällt als erhofft.

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Woche 2: Rollen, Fristen und Meldewege festlegen

Sie legen fest, wer meldet, wer vertritt und ab wann ein Vorfall als erheblich gilt. Wir schreiben diese Entscheidungen so auf, dass sie sich als Ablauf abbilden lassen, und stimmen sie mit Ihrer rechtlichen Beratung ab.

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Woche 3: Bauen und den Ernstfall üben

Die Strecke entsteht und wird mit einem simulierten Vorfall durchgespielt. Dabei zeigt sich meist, wo die Kette in der Praxis hakt, und das lässt sich vor dem Ernstfall korrigieren statt danach.

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Woche 4: Übergabe mit Dokumentation und Einweisung

Sie bekommen die Dokumentation, eine Einweisung für die verantwortlichen Personen und einen festen Ansprechpartner. Fristen, Rollen und Nachweispunkte können Sie danach selbst anpassen.

Nicht ganz Ihr Fall

Geht es weniger um NIS2 als um Ordnung im Betrieb?

Viele Häuser stellen bei der Vorbereitung fest, dass nicht die Meldepflicht das Problem ist, sondern fehlende Abläufe insgesamt. Dann ist eine Bestandsaufnahme der sinnvollere Anfang als ein Compliance-Baustein.

KI-Beratung ansehen
Kostenlose Erstanalyse

Wüssten Sie heute, wann die 24-Stunden-Frist begonnen hat?

In der kostenlosen Erstanalyse gehen wir 60 Minuten lang durch, wie ein Vorfall bei Ihnen heute tatsächlich abliefe und wo die Nachweiskette reißt. Unverbindlich, und Sie bekommen die Einschätzung auch dann, wenn wir nicht zusammenarbeiten.

  • Festpreis statt offener Stundenzettel
  • Sie behalten die Kontrolle über jede Meldung
  • Läuft auf Wunsch komplett in Deutschland
Häufige Fragen
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Was Verantwortliche zu NIS2 oft fragen.

Ersetzt NordFlux damit unsere Rechtsberatung?

Nein, und das ist eine klare Grenze. Ob Sie unter das NIS2-Umsetzungsgesetz fallen, als wichtige oder besonders wichtige Einrichtung gelten und was daraus rechtlich folgt, gehört zu Ihrer Rechtsberatung. Wir bauen die Abläufe und Nachweise, die aus dieser Einordnung folgen, und arbeiten dabei mit Ihrer Beratung zusammen.

Schickt das System eine Meldung an das BSI automatisch ab?

Nein. Der Ablauf bereitet den Entwurf vor und überwacht die Frist, abgeschickt wird nur nach ausdrücklicher Freigabe durch Ihre verantwortliche Person. Eine automatische Meldung wäre auch fachlich falsch, weil schon die Frühwarnung eine Einschätzung verlangt, die ein Mensch verantworten muss.

Wir haben die Registrierungsfrist verpasst, ist das noch zu retten?

Die Nachfrist des BSI ist im Sommer 2026 ausgelaufen, danach beginnen die systematischen Prüfungen. Wie mit einer verspäteten Registrierung umzugehen ist, klären Sie mit Ihrer Rechtsberatung und dem BSI, nicht mit uns. Für die operative Seite gilt: Eine belastbare Meldeorganisation lässt sich auch jetzt noch in überschaubarer Zeit aufbauen, und sie ist der Teil, den Sie ohnehin brauchen.

Wir haben kein eigenes Sicherheitsteam, lohnt sich das trotzdem?

Gerade dann. Der Aufwand entsteht nicht durch die Größe des Teams, sondern durch die Fristen, und die gelten unabhängig davon, wie viele Leute Sie haben. Ein kleines Team profitiert am stärksten davon, dass Zeitstempel, Benachrichtigungen und Nachweise ohne zusätzliche Handgriffe entstehen.

Müssen wir dafür neue Sicherheitswerkzeuge kaufen?

In der Regel nicht. Wir setzen auf die Überwachung und die Ablagen, die bei Ihnen bereits laufen, und verbinden sie zu einer nachvollziehbaren Kette. Fehlt an einer Stelle wirklich etwas, sagen wir das offen, statt eine Lücke mit einem Ablauf zu überdecken.