Power-Automate-Trigger-Glossar: automatisiert, sofort, geplant
Alle Power-Automate-Trigger-Arten auf Deutsch erklärt: automatisiert, sofort, geplant und Trigger-Bedingungen im FAQ-Glossar.
Power Automate kennt vier gängige Bezeichnungen für die Startbedingung eines Flows, und wer bei „automatisiert", „sofort", „geplant" und „instant" nicht sofort weiß, was gemeint ist, verliert schnell den Überblick, besonders wenn deutsche Dokumentation und englische Oberfläche unterschiedliche Wörter benutzen. Dieses Glossar sammelt die wichtigsten deutschen Trigger-Begriffe aus Power Automate an einem Ort, erklärt sie anhand der offiziellen Microsoft-Dokumentation und zeigt, wo im Alltag welcher Trigger sinnvoll ist.
Ob du gerade deinen ersten Cloud-Flow baust oder nur nachschlagen willst, was der Unterschied zwischen einem automatisierten und einem sofortigen Flow ist, hier findest du kompakte Definitionen mit Beispielen. Am Ende beantworten wir zusätzlich die häufigsten Verständnisfragen rund um Trigger-Arten in Power Automate.
Was ist ein Trigger in Power Automate?
Ein Trigger ist laut der offiziellen Erklärung in den Grundlagen zu Triggern das Ereignis, das einen Cloud-Flow startet. Trifft zum Beispiel eine E-Mail in deinem Postfach ein, kann genau dieser Eingang der Auslöser sein, der im Hintergrund eine Benachrichtigung in Microsoft Teams verschickt. Jeder Cloud-Flow braucht genau einen Trigger als ersten Schritt, alles danach sind Aktionen.
Power Automate unterscheidet dabei drei grundsätzliche Flow-Typen, die jeweils an eine bestimmte Art von Trigger gekoppelt sind: automatisiert, sofort und geplant. Diese Einteilung findest du auch in der Übersicht über Cloud-Flows wieder, wo Microsoft die drei Typen mit Anwendungsfall, Beispiel und Vorteil gegenüberstellt.
Automatisierter Cloud-Flow (automatisiert)
Ein automatisierter Cloud-Flow startet, sobald ein externes Ereignis in einem verbundenen Dienst eintritt, ohne dass jemand aktiv eingreifen muss. Laut Microsoft ist das Standardbeispiel die Ankunft einer E-Mail von einer bestimmten Person oder eine Erwähnung deines Unternehmens in sozialen Medien. Typische Trigger für diesen Flow-Typ:
- Eine E-Mail trifft in Outlook ein.
- Eine neue Datei wird in OneDrive abgelegt.
- Eine neue Zeile wird in Microsoft Dataverse angelegt.
- Ein Eintrag wird in einer SharePoint-Liste geändert.
Wichtig für die Praxis: Nicht jeder Connector bietet automatisierte Trigger an, du bist also an das Angebot des jeweiligen Dienstes gebunden. Dafür läuft der Flow komplett im Hintergrund, sobald das Ereignis eintritt, ganz ohne dass du selbst etwas anstoßen musst.
Sofortiger Cloud-Flow (sofort, im Original „Instant")
Hier wird es terminologisch interessant: Der offizielle deutsche Flow-Typ heißt in der Power-Automate-Oberfläche „Sofortiger Cloud-Flow", während dieselbe Trigger-Art in einer anderen Tabelle der Microsoft-Dokumentation als „Direkt/manuell" bezeichnet wird. Gemeint ist in beiden Fällen dasselbe: ein Trigger, den ein Mensch aktiv auslöst, etwa durch Tippen auf eine Schaltfläche in der App oder auf dem Smartphone. Das englische Original nennt diesen Flow-Typ „Instant cloud flow", weshalb du in Community-Beiträgen und älteren Übersetzungen häufig auch schlicht „Instant" liest, wenn „sofort" gemeint ist.
Laut der Anleitung zum Erstellen von Flows über dein Telefon besteht der Hauptunterschied zu automatisierten Flows genau darin, dass du den Flow manuell auslöst, zum Beispiel um dein Team schnell an ein Meeting zu erinnern. Typische Einsatzfälle:
- Eine Genehmigung mit einem Klick aus Teams oder SharePoint anstoßen.
- Eine wiederkehrende Aufgabe per Fingertipp auf dem Smartphone starten.
- Einen Bericht auf Zuruf statt automatisch erzeugen lassen.
Geplanter Cloud-Flow (geplant)
Ein geplanter Cloud-Flow läuft zu einem festen Zeitpunkt oder in wiederkehrenden Abständen, unabhängig davon, ob gerade ein Ereignis eintritt oder jemand einen Knopf drückt. Die Grundlage dafür ist der Wiederholungstrigger, im englischen Original „Recurrence" genannt. Laut der Anleitung zum Ausführen von Cloud-Flows nach Zeitplan legst du dabei fest:
- Startzeit: Datum und Uhrzeit, ab wann der Flow zum ersten Mal laufen soll, inklusive Zeitzone.
- Häufigkeit: ob der Flow minütlich, stündlich, täglich, wöchentlich oder monatlich wiederholt wird.
- Wiederhole alle: das Intervall zwischen zwei Ausführungen, etwa alle zwei Wochen statt jede Woche.
Beispiel aus der Dokumentation: ein wöchentlicher Projektbericht, der jeden Freitag automatisch verschickt wird, oder ein täglicher Datenupload nach SharePoint. Der Vorteil gegenüber den anderen beiden Trigger-Arten liegt laut Microsoft darin, dass sich vorhersehbare Aufgaben einmalig einrichten lassen, ohne dass du für jeden Lauf selbst aktiv werden musst.
Trigger-Bedingungen: Auslösung gezielt einschränken
Neben den drei Flow-Typen kennt Power Automate noch einen wichtigen Zusatzbegriff: die Trigger-Bedingung. Damit lässt sich ein Trigger, unabhängig von seiner Art, so einschränken, dass der Flow nur bei bestimmten Werten wirklich ausgeführt wird. Ein SharePoint-Trigger, der bei jeder Änderung an einem Element feuert, lässt sich zum Beispiel per Ausdruck so filtern, dass nur genehmigte Einträge wirklich einen Lauf auslösen. Laut den Grundlagen zu Triggern reduziert das nicht nur unnötige Ausführungen, sondern spart auch API-Anfragen, was besonders bei nutzungsbasierter Abrechnung Kosten senkt.
Glossar auf einen Blick
- Trigger: das Ereignis, das einen Cloud-Flow startet.
- Automatisiert: startet durch ein externes Ereignis in einem verbundenen Dienst, ohne manuelles Zutun.
- Sofort / Instant / Direkt/manuell: drei Bezeichnungen für denselben Trigger-Typ, der von einer Person aktiv ausgelöst wird.
- Geplant / Recurrence: startet zu festen Zeitpunkten oder in wiederkehrenden Intervallen.
- Trigger-Bedingung: zusätzlicher Filter, der eine Ausführung nur bei erfüllten Kriterien zulässt.
Wenn du unsicher bist, welcher Trigger-Typ zu deinem Prozess passt, oder mehrere Flows mit unterschiedlichen Trigger-Arten sauber miteinander verzahnen willst, unterstützt dich die Power-Automate-Beratung von NordFlux dabei, die passende Struktur aufzubauen. Du behältst dabei jederzeit die Kontrolle darüber, welcher Prozess wann und wodurch ausgelöst wird.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen „sofort" und „instant" bei Power-Automate-Triggern?
Es gibt keinen inhaltlichen Unterschied, beide Begriffe meinen denselben Flow-Typ. „Sofortiger Cloud-Flow" ist die offizielle deutsche Bezeichnung in der Power-Automate-Oberfläche, „Instant" ist der englische Originalbegriff, der in Community-Beiträgen, älteren Anleitungen und manchmal auch in Tabellen der deutschen Dokumentation als „Direkt/manuell" auftaucht.
Kann ich einen bestehenden Trigger nachträglich gegen einen anderen Trigger-Typ austauschen?
Ja. Laut Microsoft-Dokumentation lässt sich der Trigger eines vorhandenen Cloud-Flows im Designer löschen und durch einen neuen ersetzen, solange dieser weiterhin der erste Schritt im Flow bleibt. Du kannst also zum Beispiel aus einem sofortigen Flow nachträglich einen geplanten machen, musst dabei aber die Trigger-Konfiguration neu einrichten.
Wie oft kann ein geplanter Trigger frühestens ausgeführt werden?
Die kleinste einstellbare Einheit ist eine Minute, du kannst also einen Flow theoretisch minütlich laufen lassen. In der Praxis solltest du die Häufigkeit an den tatsächlichen Bedarf und an dein Lizenzmodell anpassen, da jede Ausführung als Flow-Lauf zählt und je nach Plan Limits für die Anzahl der Ausführungen gelten.
Brauche ich für jeden Trigger-Typ eine eigene Power-Automate-Lizenz?
Nein, die Lizenzierung hängt nicht direkt von der Trigger-Art ab, sondern davon, welche Connectors und wie viele Ausführungen du nutzt. Standardconnectors sind bereits in vielen Microsoft-365-Plänen enthalten, für Premium-, lokale oder benutzerdefinierte Connectors brauchst du unabhängig vom gewählten Trigger-Typ eine eigenständige Power-Automate-Lizenz.
Was passiert, wenn eine Trigger-Bedingung nicht erfüllt ist?
Dann startet der Flow gar nicht erst. Laut Dokumentation wird in diesem Fall kein Ausführungsverlauf protokolliert und keine Aktion im Flow ausgeführt, wodurch sich unnötige Läufe und der damit verbundene Verbrauch an Power-Platform-Anfragen vermeiden lassen.
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