n8n auf Synology NAS (Container Manager, Postgres)
n8n auf der Synology NAS per Container Manager einrichten: Docker-Compose-Projekt, Postgres statt SQLite, Volume-Mapping und Reverse Proxy.
Wer n8n auf einer Synology NAS betreiben möchte, richtet die Automatisierungsplattform heute über den Container Manager als Docker-Compose-Projekt ein, ergänzt sie für den produktiven Einsatz um eine Postgres-Datenbank anstelle der mitgelieferten SQLite-Datei und mappt die Daten- und Konfigurationsordner auf feste NAS-Freigaben. Der Container Manager ist der Nachfolger des früheren Docker-Pakets und setzt DSM 7.2 oder neuer voraus, die offizielle n8n-Docker-Dokumentation liegt inzwischen unter einer neuen Adresse im Bereich „Deploy" statt im alten „Hosting"-Pfad. Stand: Juli 2026.
Container Manager statt Docker-Paket
Mit DSM 7.2 hat Synology das bisherige Docker-Paket durch den Container Manager ersetzt. Technisch läuft weiterhin Docker im Hintergrund, die Oberfläche wurde jedoch um eine Projekt-Funktion erweitert, mit der sich mehrere Container über eine docker-compose.yml gemeinsam verwalten lassen. Für n8n mit Postgres ist genau das relevant, weil zwei Container zusammenspielen müssen: die Datenbank und die n8n-Anwendung selbst. Wichtig für die Planung ist außerdem, dass es laut Synologys Community-Praxis keinen vorgegebenen Standardordner für Container-Daten gibt, ein eigener freigegebener Ordner wie etwa „docker" auf einem Volume ist deshalb sinnvoll, bevor das erste Projekt angelegt wird.
n8n mit Postgres statt SQLite
Ohne weitere Konfiguration speichert n8n Zugangsdaten, Workflows und Ausführungsverläufe in einer lokalen SQLite-Datei. Für den Wechsel auf Postgres liefert die n8n-Dokumentation zur Docker-Installation eine feste Reihe von Umgebungsvariablen: DB_TYPE muss auf postgresdb gesetzt werden, dazu kommen DB_POSTGRESDB_HOST, DB_POSTGRESDB_PORT, DB_POSTGRESDB_DATABASE, DB_POSTGRESDB_USER und DB_POSTGRESDB_PASSWORD. Eine passende docker-compose-Vorlage mit Postgres-Dienst stellt n8n im offiziellen Repository n8n-hosting bereit, dort werden Standardnutzer und Passwort vor dem ersten Start in einer .env-Datei angepasst. Wichtig zu wissen: Auch mit externer Postgres-Datenbank bleibt der n8n-eigene Datenordner unter /home/node/.n8n relevant, dort liegen unter anderem der Verschlüsselungsschlüssel für gespeicherte Zugangsdaten und die Instanz-Logs, dieser Ordner sollte also weiterhin als Volume gemountet und gesichert werden.
Projekt anlegen und Volumes auf NAS-Freigaben mappen
Im Container Manager wird unter „Projekt" ein neues Projekt erstellt, dem ein Name und ein Pfad als Arbeitsverzeichnis zugewiesen werden, zum Beispiel ein Unterordner auf einem bestehenden Volume. Anschließend lässt sich die docker-compose.yml entweder hochladen oder direkt im eingebauten Editor einfügen. Für die Datenhaltung werden die Container-Pfade auf feste Verzeichnisse der NAS gemappt: ein lokaler Pfad auf der Freigabe, etwa für die n8n-Daten und für das Postgres-Datenverzeichnis, wird jeweils auf den passenden Mount-Pfad im Container gelegt. Diese Trennung sorgt dafür, dass Updates des Containers die eigentlichen Daten nicht berühren, und dass Backups der NAS-Freigabe automatisch auch die n8n-Instanz sichern.
Zugriff von außen über Reverse Proxy
Für einen Zugriff über eine eigene Domain statt nur über IP-Adresse und Port bringt DSM einen eigenen Reverse Proxy mit, erreichbar über Systemsteuerung, Anmeldeportal, Erweitert. Dort wird eine Regel mit Quellprotokoll, Hostname und Port sowie dem passenden Zielport des n8n-Containers angelegt. Da n8n für die Editor-Oberfläche und für Webhook-Auslieferung auf WebSocket-Verbindungen setzt, muss die Regel entsprechend für WebSocket freigegeben werden, sonst funktionieren bestimmte Interaktionen im Browser nicht zuverlässig. Für eine gültige HTTPS-Verbindung braucht es zusätzlich einen Domainnamen, der auf die NAS zeigt, etwa über DDNS oder einen eigenen A-Record, sowie ein passendes Zertifikat in der DSM-Zertifikatsverwaltung.
Grenzen dieser Lösung
Eine NAS ist kein dediziertes Server-System, dementsprechend sollten Sie die Hardware-Ressourcen im Blick behalten, wenn mehrere Workflows gleichzeitig laufen oder die Postgres-Datenbank wächst. Auch Updates von n8n-Image und Postgres-Image sollten Sie nicht automatisiert im Hintergrund laufen lassen, sondern bewusst mit vorherigem Backup der Volumes durchführen, da ein fehlgeschlagenes Datenbank-Update sonst den gesamten Workflow-Bestand gefährden kann. Wer n8n nicht nur privat, sondern für Geschäftsprozesse einsetzt, sollte außerdem klären, wer im Unternehmen für Backups, Updates und den Reverse Proxy zuständig ist, bevor produktive Workflows darauf laufen. NordFlux unterstützt bei der Einrichtung und beim laufenden Betrieb von n8n, mehr dazu unter n8n-Automatisierung.
Häufige Fragen zu n8n auf Synology NAS
Brauche ich zwingend Postgres, oder reicht SQLite auf der NAS?
Für einfache, wenig genutzte Workflows funktioniert die mitgelieferte SQLite-Datei auch auf der NAS. Sobald mehrere Nutzer, viele parallele Ausführungen oder produktive Prozesse dazukommen, ist Postgres laut n8n-Dokumentation die robustere Wahl, weil SQLite bei gleichzeitigen Schreibzugriffen an Grenzen stößt.
Welche DSM-Version brauche ich für den Container Manager?
Der Container Manager steht laut Synology ab DSM 7.2 zur Verfügung. Auf älteren DSM-Versionen heißt die entsprechende Anwendung noch Docker und bietet die Projekt-Funktion für docker-compose-Dateien nicht in derselben Form.
Muss ich meine NAS öffentlich erreichbar machen, damit Webhooks funktionieren?
Für eingehende Webhooks von externen Diensten muss n8n über eine feste, von außen erreichbare Adresse ansprechbar sein, üblicherweise über den DSM-Reverse-Proxy mit eigener Domain und gültigem Zertifikat. Wer nur intern arbeitet und keine externen Webhooks braucht, kann n8n auch ausschließlich im lokalen Netzwerk betreiben.
Wo finde ich die aktuelle offizielle Docker-Anleitung von n8n?
Die alte Adresse unter /hosting/installation/docker/ existiert nicht mehr, die aktuelle Docker-Installationsanleitung liegt bei n8n jetzt unter /deploy/host-n8n/install-options/install-with-docker. Wer über eine Suchmaschine noch auf den alten Pfad stößt, sollte direkt die aktuelle Dokumentation aufrufen, um keine veralteten Angaben zu übernehmen.
NordFlux UG (haftungsbeschränkt)
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