n8n Community, Cloud, Business, Enterprise: welcher Plan für wen?
Die Community-Edition ist gratis und unlimitiert, Business kostet 667 €/Monat. Was die Pläne wirklich unterscheidet und wann ein KMU Enterprise braucht.
n8n gibt es in vier Varianten: die kostenlose Community-Edition zum Selbst-Hosten ohne Ausführungslimit, die Cloud-Pläne Starter und Pro ab 20 beziehungsweise 50 Euro im Monat, den Business-Plan für Self-Hosting mit Support ab 667 Euro im Monat und Enterprise mit Individualpreis. Die ehrliche Antwort für die meisten KMU vorweg: Die Community-Edition deckt den Automatisierungsalltag vollständig ab, bezahlt wird bei n8n vor allem für Team- und Governance-Funktionen, nicht für mehr Automatisierungskraft. Stand: Juli 2026, Preise laut n8n-Preisseite.
Was unterscheidet die Pläne konkret?
- Community (selbst gehostet, kostenlos): alle Nodes, alle Integrationen, unbegrenzte Workflows und Ausführungen. Mit kostenlosem Registrierungsschlüssel kommen Ordner, Debug-Funktionen und Ausführungs-Historie dazu.
- Cloud Starter (20 €/Monat): 2.500 Ausführungen im Monat, 5 gleichzeitige Ausführungen, 1 Tag Historie. n8n kümmert sich um Betrieb und Updates, gehostet in Frankfurt.
- Cloud Pro (50 €/Monat): 10.000 Ausführungen, 20 gleichzeitige, längere Historie. Für wachsende Teams ohne eigene Server-Lust.
- Business (ab 667 €/Monat, selbst gehostet): 40.000 Ausführungen, dazu SSO/SAML und LDAP, Git-basierte Umgebungen, External Secrets und Support.
- Enterprise (Individualpreis): alles aus Business plus Log Streaming, erweiterte Rollen und Projekte, 365+ Tage Historie und Enterprise-Support.
Welche Features sind wirklich den Bezahl-Plänen vorbehalten?
Die Grenze verläuft nicht bei der Automatisierung, sondern bei Team-Governance: Single Sign-on über SAML oder LDAP, Git-Versionierung mit getrennten Umgebungen für Entwicklung und Produktion, externe Secret-Stores wie Vault, Log Streaming in ein SIEM sowie feingranulare Projekte und Rollen gibt es erst ab Business beziehungsweise Enterprise. Wer diese Begriffe im Betrieb noch nie gebraucht hat, braucht sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in n8n nicht. Die Community-Edition kennt dafür einen pragmatischen Ersatz: Workflows als JSON exportieren und in ein eigenes Git-Repository sichern, Credentials über Umgebungsvariablen pflegen.
Wann braucht ein KMU wirklich Enterprise?
In drei Situationen wird der Bezahl-Plan sinnvoll. Erstens, wenn Compliance-Vorgaben SSO und zentrale Rechteverwaltung verlangen, typisch ab etwa 50 Automatisierungs-Nutzern oder in regulierten Branchen. Zweitens, wenn mehrere Teams parallel an Workflows arbeiten und getrennte Entwicklungs- und Produktionsumgebungen mit sauberem Deployment-Prozess brauchen. Drittens, wenn ein Support-Vertrag mit Reaktionszeiten gefordert ist. Unterhalb dieser Schwellen zahlt ein KMU bei Business ab rund 8.000 Euro im Jahr vor allem für Funktionen, die es nicht nutzt. Der wirtschaftlichere Weg ist dann meist: Community-Edition auf eigenem deutschen Server, professionell eingerichtet und betreut, mit einem Dienstleister als Sicherheitsnetz statt eines Lizenzvertrags.
Cloud oder selbst hosten: die Kostenrechnung
Ein Rechenbeispiel über drei Jahre: Cloud Pro kostet 1.800 Euro, ein passender deutscher Server für die Community-Edition je nach Größe 200 bis 700 Euro, dazu kommt einmalig die saubere Einrichtung mit HTTPS, Backups und Updates. Ab mittlerer Nutzung ist Self-Hosting deutlich günstiger und hat keine Ausführungslimits, dafür trägt man den Betrieb selbst. Genau diese Einrichtung übernehmen wir als n8n-Leistung zum Festpreis, inklusive der Frage, ob Cloud oder eigener Server zu Ihren Datenschutzanforderungen passt. Wie sich n8n insgesamt gegen die Konkurrenz schlägt, steht im großen Tool-Vergleich.
Häufige Fragen zu n8n-Plänen und Lizenzen
Ist die n8n Community-Edition wirklich kostenlos, auch für Firmen?
Ja, die Community-Edition ist auch für den kommerziellen Einsatz im eigenen Unternehmen kostenlos, geregelt über die Sustainable Use License. Nicht erlaubt ist im Wesentlichen, n8n selbst als bezahltes Hosting-Produkt weiterzuverkaufen. Interne Automatisierung, auch geschäftskritische, ist ausdrücklich zulässig, und die Ausführungen sind unbegrenzt.
Wie zählt n8n Ausführungen, und warum ist das günstiger als bei Zapier?
n8n zählt komplette Workflow-Ausführungen, egal wie viele Schritte darin stecken. Zapier und Make rechnen dagegen pro Einzelschritt ab, ein 20-Schritte-Workflow kostet dort also das Zwanzigfache. Bei komplexeren Automatisierungen ist das Execution-Modell dadurch strukturell günstiger, und selbst gehostet entfällt die Zählung ganz.
Verliere ich beim Wechsel von n8n Cloud auf Self-Hosting meine Workflows?
Die Workflows nicht, die lassen sich als JSON exportieren und importieren. Die hinterlegten Zugangsdaten dagegen schon: Credentials sind mit einem instanzspezifischen Schlüssel verschlüsselt und müssen auf der neuen Instanz neu angelegt werden. Auch Webhook-URLs ändern sich und müssen in den angebundenen Systemen umgestellt werden, planen Sie den Umzug also als kleines Projekt.
Bekommt die Community-Edition dieselben Updates wie die Bezahlversionen?
Ja, die Community-Edition wird aus demselben Quellcode entwickelt und erhält laufend dieselben Kern-Updates, neue Nodes und Fehlerbehebungen. Die Unterschiede liegen in den lizenzpflichtigen Zusatzmodulen wie SSO oder Umgebungen, nicht in der Aktualität. Wichtig ist beim Selbst-Hosten nur ein sauberer Update-Prozess mit Backup, damit ein Versionssprung nicht zum Risiko wird.
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