Montags-Report automatisch: der Wochenbericht per Recurrence-Trigger
Automatischer Montags-Report mit Power Automate: Recurrence-Trigger einrichten, Wochendaten sammeln und als HTML-Tabelle jede Woche pünktlich verschicken.
Jeden Montagmorgen dieselbe Routine: Zahlen aus einer Liste oder Tabelle zusammensuchen, in eine E-Mail kopieren, an das Team schicken, bevor das Wochenmeeting beginnt. Für sich genommen dauert das vielleicht zehn Minuten, aber es sind zehn Minuten, die jede einzelne Woche anfallen, meistens genau dann, wenn ohnehin schon die erste Deadline der Woche drückt. Und sobald einmal jemand krank ist oder im Urlaub, fehlt der Report ganz, weil ihn niemand vertretungsweise übernimmt.
Genau dafür ist der geplante Cloud-Flow in Power Automate gemacht. Statt dass ein Mensch jeden Montag an den Report denken muss, übernimmt ein Recurrence-Trigger die Erinnerung gleich mit und stößt die komplette Kette aus Datenabruf, Aufbereitung und Versand selbst an. Dieser Artikel zeigt Schritt für Schritt, wie ein solcher Montags-Report entsteht, worauf du bei der Zeitplanung achten musst und wie du die gesammelten Daten sauber in eine E-Mail bringst. Als digitale Mitarbeiter bauen wir bei NordFlux solche wiederkehrenden Flows regelmäßig, und Du behältst dabei jederzeit die Kontrolle über Zeitplan, Inhalt und Empfänger.
Der geplante Cloud-Flow als Ausgangspunkt
Power Automate unterscheidet zwischen automatisierten, sofortigen und geplanten Cloud-Flows. Für einen Report, der ohne äußeren Anlass jede Woche von selbst laufen soll, ist der geplante Cloud-Flow die richtige Wahl. Laut der Dokumentation zum Ausführen eines Cloud-Flows nach Zeitplan legst du beim Erstellen zunächst fest, wann der Flow starten soll (Wird gestartet) und in welchem Abstand er sich wiederholt (Wiederhole alle). Diese beiden Angaben erzeugen im Hintergrund automatisch den Wiederholung-Trigger (Recurrence), den du danach im Designer weiter verfeinerst.
Du kannst den Flow entweder mit Copilot aus einer natürlichsprachlichen Beschreibung erzeugen lassen oder ihn ohne Copilot von Grund auf aufbauen. Für einen Montags-Report reicht in beiden Fällen derselbe Kern: der Wiederholung-Trigger als erster Schritt, gefolgt von den Aktionen, die die Reportdaten holen, aufbereiten und verschicken.
Zeitplan exakt auf Montagmorgen einstellen
Damit der Report wirklich nur am Montag und nur zur gewünschten Uhrzeit läuft, brauchst du die erweiterten Optionen des Wiederholung-Triggers. Nach der Dokumentation wählst du dafür unter Häufigkeit den Wert Woche und konfigurierst anschließend drei Felder:
- An diesen Tagen: hier wählst du ausschließlich Montag aus, auch wenn das Dropdown mehrere Wochentage gleichzeitig erlauben würde.
- Zu diesen Stunden: die Stunde oder Stunden, zu denen der Flow starten soll, etwa 7 für 7 Uhr morgens.
- Zu diesen Minuten: die Minute innerhalb dieser Stunde, kommagetrennt, falls mehrere Werte nötig sind.
Zusätzlich legst du im Feld Zeitzone fest, ob die Startzeit sich auf eine lokale Zeitzone oder auf UTC bezieht, und trägst die Startzeit im Format JJJJ-MM-TTTHH:MM:SSZ ein. Wählst du keine Zeitzone aus, muss die Startzeit laut Dokumentation zwingend mit dem Buchstaben Z enden, weil dieser die UTC-Zeit kennzeichnet. Das klingt zunächst nach Detailkram, entscheidet aber darüber, ob dein Report tatsächlich um 7 Uhr deiner Ortszeit ankommt oder plötzlich eine Stunde verschoben ist, sobald die Sommerzeit wechselt. Wer die Zeitzone explizit setzt, statt sich auf UTC zu verlassen, spart sich diesen Ärger von vornherein.
Ein Newsletter-Flow als Bauplan für den Wochenreport
Ein guter Weg, sich die Struktur eines solchen Flows klarzumachen, ist das offizielle Tutorial zu den ersten Schritten mit Cloud-Flows. Dort baust du einen monatlichen Newsletter-Flow, der aus genau zwei Bausteinen besteht: dem Wiederholung-Trigger und der Aktion E-Mail senden (V2) aus dem Microsoft-365-Outlook-Connector. Für den Montags-Report übernimmst du dieses Grundgerüst nahezu unverändert, änderst aber die Häufigkeit von Monat auf Woche und ersetzt den statischen Newsletter-Text durch dynamisch zusammengestellte Reportdaten.
Genau dieser letzte Punkt ist der eigentliche Unterschied zwischen einem simplen Erinnerungs-Flow und einem echten Report: Die E-Mail soll nicht jede Woche denselben Text enthalten, sondern die aktuellen Zahlen aus einer Liste, Tabelle oder einem Kalender der vergangenen Woche.
Wochendaten sammeln und als Tabelle in die E-Mail bringen
Für die eigentliche Berichtsdaten gibt es in Power Automate ein etabliertes Muster, das die Dokumentation unter dem Stichwort tägliche Digest-E-Mail mit einer Tabelle beschreibt und das sich eins zu eins auf einen wöchentlichen Report übertragen lässt. Nach den Flows für beliebte E-Mail-Szenarien läuft das in drei Schritten ab:
- Mit der Aktion Datenvorgang: Auswählen bringst du die Rohdaten, etwa aus einer SharePoint-Liste oder einer Excel-Tabelle, in die Form, die später in der E-Mail stehen soll, inklusive eigener Spaltennamen.
- Die Aktion Datenvorgang: HTML-Tabelle erstellen wandelt dieses Array anschließend in eine fertige HTML-Tabelle um, komplett mit Kopfzeile.
- In der Aktion E-Mail senden (V2) fügst du die Ausgabe der HTML-Tabelle direkt in den Textkörper ein.
Ein Detail, das in der Praxis leicht übersehen wird: Laut den Datenvorgängen in Power Automate musst du in der E-Mail-Aktion die Option IsHtml aktivieren, damit die Tabelle als echte Tabelle und nicht als roher HTML-Code im Posteingang landet. Ohne diesen einen Haken sieht der ganze Report am Montagmorgen plötzlich aus wie kaputter Quellcode statt wie eine saubere Übersicht.
Praxistipps für einen zuverlässigen Montags-Report
- Erst manuell testen, dann dem Zeitplan überlassen. Löse den Flow einmal von Hand aus, bevor du dich auf den Montagmorgen verlässt, damit Formatierungsfehler in der Tabelle nicht ausgerechnet vor dem gesamten Team auffallen.
- Feste Stunden und Minuten statt vager Wiederholung. Trägst du konkrete Werte bei Stunden und Minuten ein, startet der Flow zuverlässig zur gleichen Uhrzeit, statt sich schleichend zu verschieben.
- Empfängerliste zentral pflegen. Trage mehrere Adressen im Feld An ein oder verteile den Report über eine Verteilerliste, damit du bei Teamwechseln nicht jedes Mal den Flow selbst anfassen musst.
- Leere Wochen abfangen. Baue vor dem Versand eine Bedingung ein, die prüft, ob überhaupt Daten vorliegen, damit niemand eine leere Tabelle als Report interpretiert.
Wenn mehrere solcher wiederkehrenden Reports im Unternehmen zusammenkommen, jeder mit eigenem Zeitplan, eigener Datenquelle und eigenen Empfängern, lohnt sich ein strukturierter Blick auf die gesamte Automatisierungslandschaft. Bei der Power Automate Beratung von NordFlux helfen wir dabei, solche Flows sauber aufzubauen und langfristig wartbar zu halten, statt dass jeder Report zur eigenen kleinen Insel wird.
Häufige Fragen
Startet der Recurrence-Trigger sofort, wenn ich den Flow speichere?
Ohne eine explizit gesetzte Startzeit kann die erste Ausführung direkt beim Speichern erfolgen. Trägst du dagegen eine konkrete Startzeit im Feld Startzeit ein, wartet der Flow bis zu diesem Zeitpunkt und hält sich danach an die konfigurierte wöchentliche Wiederholung.
Muss ich Stunden und Minuten getrennt angeben, oder reicht die Startzeit allein?
Für einen wöchentlichen Report empfiehlt es sich, zusätzlich zur Startzeit die Felder An diesen Tagen, Zu diesen Stunden und Zu diesen Minuten zu setzen. Nur mit einer einfachen Startzeit kann sich der tatsächliche Ausführungszeitpunkt über mehrere Wochen hinweg leicht verschieben.
Kann ich den Montags-Report an mehrere Personen gleichzeitig schicken?
Ja. Im Feld An der Aktion E-Mail senden (V2) lassen sich mehrere Adressen hinterlegen, entweder einzeln eingetragen oder als bereits vorhandene Verteilerliste. Das ist besonders praktisch, wenn sich die Empfängerliste über die Zeit ändert und du den Flow selbst nicht anfassen willst.
Was passiert, wenn die zugrunde liegende Liste oder Tabelle in einer Woche leer ist?
Ohne zusätzliche Prüfung verschickt der Flow ganz normal eine E-Mail mit einer leeren Tabelle, was schnell verwirrend wirkt. Eine Bedingung vor der Sendeaktion, die die Anzahl der zurückgegebenen Zeilen prüft, verhindert das und kann bei Bedarf stattdessen eine kurze Hinweis-E-Mail auslösen.
Wie stelle ich sicher, dass die HTML-Tabelle in Outlook auch als Tabelle angezeigt wird?
Dafür muss in der Aktion E-Mail senden (V2) die Option IsHtml aktiviert sein. Fehlt dieser Haken, zeigt die E-Mail den rohen HTML-Code der Tabelle als Text an, statt ihn darzustellen.
NordFlux UG (haftungsbeschränkt)
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