Automatisierung · Betriebsdatenerfassung

Ihre Betriebsdaten entstehen am Auftrag, nicht auf dem Laufzettel.

Betriebsdatenerfassung automatisieren heißt: Der Mitarbeiter bucht Auftrag, Rüstzeit und Stückzahl in wenigen Sekunden am Terminal, per Scanner oder in einer App an der Maschine. Maschinenlaufzeiten und Stillstände holen wir dort ab, wo sie ohnehin entstehen: an der Steuerung oder am Zählsignal. Ins ERP kommen die Zahlen automatisch, ohne dass abends jemand Zettel abtippt.

Das Problem

Die Zahlen aus der Fertigung sind da, nur zwei Tage zu spät.

Der Werker notiert Start, Stopp und Stückzahl auf einem Laufzettel, der Zettel wandert ins Büro, dort tippt ihn jemand ins ERP. Bis der Auftrag im System steht, ist er längst ausgeliefert und niemand kann noch gegensteuern.

  • 01Auftragszeiten stehen auf Papier: verschmiert, geschätzt oder am Ende der Schicht aus dem Gedächtnis nachgetragen.
  • 02Rüstzeiten laufen unter Hauptzeit mit, also weiß niemand, was die häufigen Werkzeugwechsel wirklich kosten.
  • 03Ausschuss wird als Stückzahl abgezogen, aber ohne Grund erfasst, damit lässt sich die Ursache später nicht mehr finden.
  • 04Die Nachkalkulation kommt Wochen nach dem Auftrag, wenn der Verlust nicht mehr zu verhindern ist.
Anwendungsfälle
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Welche Betriebsdaten wir automatisch erfassen.

Fünf Strecken, die wir im produzierenden Gewerbe immer wieder bauen. Ihre Maschinen und Ihr ERP bleiben, nur der Zettel entfällt.

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Auftragszeiten per Terminal oder Scanner in der Halle

Der Werker scannt den Barcode auf der Auftragspapierkarte und bucht mit einem Griff Start, Unterbrechung und Ende. Ein wischfestes Terminal an der Linie oder ein Tablet an der Maschine reicht, Tastatur und Anmeldename entfallen. Die Zeit steht in dem Moment im System, in dem sie entsteht, nicht am Schichtende.

Ersparnis 4–8 h Nacherfassung pro Woche
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Maschinendaten direkt an der Steuerung abgreifen

Laufzeit, Stillstand und Taktzahl holen wir bei neueren Anlagen über OPC UA oder MQTT aus der Steuerung. Ältere Maschinen ohne Schnittstelle bekommen einen Zähler oder ein Signal vom Schaltschrank, das genauso zuverlässig zählt. Der Werker muss dafür gar nichts buchen, die Maschine meldet sich selbst.

Wirkung Stillstand sichtbar, während er läuft
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Rüstzeiten getrennt von Hauptzeiten buchen

Rüsten, Warten auf Material und Störung bekommen eigene Buchungsgründe statt in der Hauptzeit zu verschwinden. Nach wenigen Wochen sehen Sie schwarz auf weiß, welche Artikelwechsel Ihre Maschine wirklich kosten. Das ist die Grundlage für Losgrößen- und Reihenfolgeentscheidungen, die vorher Bauchgefühl waren.

Wirkung Rüstkosten je Artikel belegbar
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Stückzahlen und Ausschuss mit Fehlergrund

Gut- und Schlechtteile werden getrennt gebucht, und beim Ausschuss wählt der Werker aus einer kurzen Liste den Grund: Materialfehler, Werkzeug, Einrichtung. Die Liste halten wir bewusst kurz, sonst wird immer der erste Eintrag geklickt. So entsteht eine Fehlerstatistik je Artikel und Maschine, die Sie in der Qualitätssicherung wirklich verwenden können.

Wirkung Ausschussgrund statt nur Ausschussmenge
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Nachkalkulation gegen die Vorkalkulation im ERP

Die gebuchten Ist-Zeiten laufen automatisch auf den Auftrag im ERP und werden gegen die kalkulierten Vorgabezeiten gestellt. Läuft ein Auftrag aus dem Ruder, sehen Sie das am nächsten Morgen und nicht bei der Schlussrechnung. Aufträge, die dauerhaft unter Kalkulation liegen, fallen bei der nächsten Angebotsrunde von selbst auf.

Wirkung Abweichung am Folgetag statt nach Monaten
Werkzeuge

Womit wir Ihre Betriebsdatenerfassung koppeln.

Welches Werkzeug passt, hängt an Ihrem Maschinenpark und Ihrem ERP: Eine Halle mit OPC-UA-fähigen Anlagen fährt anders als ein Betrieb mit 30 Jahre alten Maschinen und einer Branchensoftware ohne Schnittstelle. Wir legen uns erst nach der Ist-Aufnahme an der Maschine fest, nicht nach Partnerprogramm.

Datendrehscheibe
n8n

Nimmt die Buchungen vom Terminal, vom Scanner und vom Maschinen-Gateway entgegen, prüft sie auf Plausibilität und schreibt sie in Ihr ERP. Läuft auf Wunsch auf einem Server in Ihrer Halle oder in einem deutschen Rechenzentrum, damit Maschinendaten das Werk nicht verlassen müssen.

Microsoft-Welt
Power Platform

Wenn Sie ohnehin in Microsoft 365 arbeiten, bauen wir die Buchungsmaske als Power App für das Hallentablet und lassen Power Automate die Daten weiterreichen. Für den Zugriff auf ein ERP im eigenen Haus, etwa SQL Server oder SAP ERP, braucht es das On-premises Data Gateway, und dieses Gateway sowie eigene Connectoren sind lizenzpflichtige Entitlements. Wir rechnen Ihnen das vor der Umsetzung durch, damit die Lizenz nicht später zur Überraschung wird.

Altsystem ohne Schnittstelle
UiPath

Manche Branchensoftware in der Fertigung hat schlicht keine Schnittstelle, und der Hersteller baut auch keine mehr. Dann übernimmt ein Software-Roboter die Buchung genau so, wie ein Mensch sie eintippen würde, nur nachts und ohne Zahlendreher. Das ist die Brücke, wenn ein ERP-Wechsel gerade nicht ansteht.

So arbeiten wir

Das 30-Tage-Modell.

Wir arbeiten zum Festpreis statt nach offenem Stundenzettel. Nach der Erstanalyse wissen Sie, was es kostet, bevor wir anfangen.

1

Erstanalyse in der Halle (kostenlos)

In 60 Minuten gehen wir Ihren heutigen Weg vom Laufzettel bis zur Nachkalkulation ab: welche Maschinen, welche Buchungen, wer tippt was nach. Danach wissen beide Seiten, ob sich die automatische Erfassung bei Ihrem Maschinenpark rechnet.

2

Buchungslogik und Festpreis

Wir legen mit Ihnen fest, was gebucht wird und was nicht: Auftragsnummer, Rüsten, Störgründe, Ausschussgründe. Weniger Buchungsgründe sind fast immer besser, weil sie in der Schicht auch wirklich gepflegt werden. Sie bekommen ein Angebot mit festem Preis und festem Umfang.

3

Pilot auf einer Maschine, Parallellauf gegen den Zettel

Wir starten auf einer Maschine oder einer Kostenstelle und lassen die Erfassung einige Wochen parallel zum Laufzettel laufen. Erst wenn die gebuchten Zeiten mit den Zetteln zusammenpassen, rollen wir auf die übrigen Arbeitsplätze aus.

4

Übergabe mit Prüfpfad

Sie bekommen eine Dokumentation, eine Einweisung für die Schichtführer und einen Prüfpfad: Zu jeder Ist-Zeit im ERP ist nachvollziehbar, von welchem Terminal oder welcher Maschine sie stammt. Sie behalten die Kontrolle, wir bleiben auf Wunsch als Betreuer dran.

Mehr als Zeiten und Stückzahlen

BDE ist meist die erste Baustelle, nicht die einzige.

Wenn die Ist-Zeiten erst einmal sauber im ERP stehen, fällt schnell auf, dass Auftragsbestätigung, Materialbestellung und Rechnung immer noch von Hand laufen. Auf der Übersichtsseite zur Prozessautomatisierung sehen Sie, was sich rund um die Fertigung sonst noch abnehmen lässt.

Prozessautomatisierung ansehen
Kostenlose Erstanalyse

Wissen Sie, was ein Rüstvorgang bei Ihnen wirklich kostet?

In der kostenlosen Erstanalyse gehen wir gemeinsam durch Ihre Halle und rechnen es durch: 60 Minuten, unverbindlich, mit einer ehrlichen Einschätzung, ob Ihr Maschinenpark die automatische Erfassung hergibt. Wenn ein Zettel bei Ihnen die günstigere Lösung ist, sagen wir das.

  • Festpreis statt offener Stundenzettel
  • Maschinendaten bleiben im Werk oder auf deutschen Servern
  • Jede Ist-Zeit bis zum Terminal nachvollziehbar
Häufige Fragen
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Was Fertigungsleiter zur automatischen Betriebsdatenerfassung oft fragen.

Was ist der Unterschied zwischen BDE und einem MES?

BDE erfasst, was in der Fertigung passiert: Auftragszeiten, Rüstzeiten, Stückzahlen, Ausschuss und Maschinenzustände. Ein MES steuert zusätzlich, es plant Reihenfolgen, lenkt Material und schreibt Prüfpläne vor. Viele Betriebe mit 20 bis 100 Mitarbeitenden brauchen zuerst verlässliche Daten und erst danach eine Steuerung, deshalb bauen wir die Erfassung an Ihr bestehendes ERP an, statt Ihnen ein MES zu verkaufen. Wenn Sie wirklich Feinplanung brauchen, sagen wir das ehrlich und Sie kaufen ein MES.

Funktioniert Maschinendatenerfassung auch bei alten Maschinen ohne Schnittstelle?

Ja, meistens über ein Signal statt über eine Datenschnittstelle. Wenn die Steuerung kein OPC UA oder MQTT kann, greifen wir einen vorhandenen Zählimpuls, ein Ampellicht oder den Stromfluss ab und leiten daraus Laufzeit, Takt und Stillstand ab. Das ist gröber als ein Datenprotokoll, reicht aber für Laufzeit und Stillstandserkennung fast immer aus. Was Ihre konkrete Maschine hergibt, sehen wir erst am Schaltschrank, deshalb schauen wir uns das in der Erstanalyse an.

Kommen die Betriebsdaten automatisch in unser ERP?

Das ist der eigentliche Zweck der Übung, denn eine BDE-Insel ohne ERP-Anbindung erzeugt nur einen zweiten Zahlenstand. Wir schreiben die Buchungen über die Schnittstelle Ihres ERP auf den Auftrag, bei gängigen Systemen über die vorhandene API, bei älteren über Datenbank oder automatisierten Import. Hat Ihre Software gar keinen Weg hinein, übernimmt ein Software-Roboter die Eingabe. Welcher Weg funktioniert, prüfen wir vor dem Angebot und nicht danach.

Ist Betriebsdatenerfassung mitbestimmungspflichtig?

Wenn ein Betriebsrat besteht, ja: Technische Einrichtungen, die dazu geeignet sind, Verhalten oder Leistung von Mitarbeitenden zu überwachen, unterliegen der Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 Betriebsverfassungsgesetz. Auf die Absicht kommt es dabei nicht an, die Eignung genügt, und eine Auftragszeiterfassung ist geeignet. Wir binden den Betriebsrat deshalb früh ein und legen technisch fest, welche Auswertungen möglich sind, etwa Auswertung je Maschine und Auftrag statt je Person. Die Betriebsvereinbarung selbst gehört in die Hände Ihres Anwalts, wir liefern die technische Grundlage dafür.

Was kostet es, die Betriebsdatenerfassung zu automatisieren?

Das hängt an der Zahl der Arbeitsplätze, am Alter der Maschinen und daran, wie gut Ihr ERP anzubinden ist, deshalb nennen wir ohne Analyse seriös keinen Pauschalpreis. Der größte Kostentreiber ist selten die Software, sondern die Hardware in der Halle und die Anbindung alter Maschinen. Nach der kostenlosen Erstanalyse bekommen Sie ein Festpreisangebot mit festem Umfang, keinen offenen Stundenzettel. Als Digitalisierungsberatung können unsere Leistungen zudem förderfähig sein, etwa über die BAFA-Beratungsförderung.

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