Automatisierung · Kapazitätsplanung

Bevor Sie einen Liefertermin zusagen, muss die Kapazität ihn hergeben.

Kapazitätsplanung automatisieren heißt: Der Auftragsbestand aus Ihrem ERP wird laufend gegen die verfügbare Kapazität gestellt, nicht gegen die theoretische. Wir rechnen Schichtmodell, Rüstzeiten und den tatsächlichen Personalstand ein und zeigen die Engpassmaschine, die Ihren Takt bestimmt. Bei der Auftragsannahme bekommen Sie eine belastbare Antwort auf die einzige Frage, die zählt: Geht der Termin, den der Kunde will.

Das Problem

Sie sagen Termine zu und wissen erst hinterher, ob sie zu halten waren.

Der Vertrieb verspricht sechs Wochen, weil es beim letzten Mal auch sechs Wochen waren. Die Fertigung erfährt davon, wenn der Auftrag im System steht, und stellt fest, dass die eine Maschine, an der alles vorbei muss, längst bis in den übernächsten Monat verplant ist.

  • 01Die Auslastung steht in einem Excel-Blatt, das eine Person pflegt und niemand sonst versteht.
  • 02Geplant wird gegen die theoretische Kapazität: 3 Schichten mal 8 Stunden, ohne Rüsten, Urlaub und die zwei offenen Stellen in der Zerspanung.
  • 03Welche Maschine wirklich der Engpass ist, weiß jeder aus dem Bauch, aber niemand kann es mit Zahlen belegen.
  • 04Kommt ein Eilauftrag rein, wird er vorgezogen, und welche drei Aufträge dadurch zu spät kommen, merkt man erst in der Mahnung.
Anwendungsfälle
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Was wir in der Kapazitätsplanung konkret automatisieren.

Fünf Strecken, die wir in der Auftragsfertigung immer wieder bauen. Ihr ERP bleibt das führende System, wir bauen die Rechnung darum herum.

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Verfügbare Kapazität statt theoretischer Kapazität rechnen

Die Kapazität, mit der die meisten Betriebe planen, gibt es nicht: Sie unterstellt volle Besetzung, keine Rüstzeit und keinen Ausfall. Wir rechnen je Kostenstelle aus Schichtkalender, Urlaubs- und Krankenstand, geplanter Wartung und einem aus Ihren Ist-Zeiten belegten Nutzungsgrad, was tatsächlich zur Verfügung steht. Erst gegen diese Zahl ist ein Auslastungsgrad überhaupt aussagekräftig.

Wirkung Auslastung gegen echte statt theoretische Kapazität
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Die Engpassmaschine als Taktgeber sichtbar machen

In fast jeder Fertigung gibt es eine Handvoll Arbeitsplätze, an denen alles vorbei muss, und deren Belegung bestimmt den Takt des ganzen Hauses. Wir werten den Auftragsbestand je Arbeitsplatz aus und zeigen, wo die Warteschlange wächst und wo Kapazität brachliegt. Planen Sie den Engpass voll und den Rest danach, statt jede Maschine einzeln auszulasten: Kapazität vor dem Engpass produziert nur Bestand, keinen Umsatz.

Wirkung Engpass mit Zahlen belegt statt aus dem Bauch
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Kapazitätsabgleich schon bei der Auftragsannahme

Der Vertrieb gibt Menge, Artikel und Wunschtermin ein und bekommt eine Ampel zurück: geht, geht knapp, geht nicht. Dahinter steht die Rechnung, ob die benötigten Stunden am Engpass im Zeitfenster noch frei sind, inklusive der Aufträge, die bereits zugesagt sind. Das ist der Unterschied zwischen einer Terminzusage und einer Terminhoffnung, und er entscheidet sich am Telefon, nicht in der Fertigung.

Ersparnis Rückfrage an die Fertigung entfällt
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Rüstzeiten als Kapazitätsfresser in die Rechnung nehmen

Rüsten verbraucht Kapazität, taucht aber in kaum einer Grobplanung auf, weil es unter Hauptzeit mitläuft. Wir hinterlegen Rüstzeiten je Artikelwechsel und rechnen sie mit, sodass sichtbar wird, was die Reihenfolge kostet: Zehn Kleinaufträge an einer Maschine können mehr Rüststunden erzeugen als Fertigungsstunden. Danach lässt sich über Losgrößen und Reihenfolgen mit Zahlen diskutieren statt mit Meinungen.

Wirkung Rüststunden je Reihenfolge belegbar
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Das Eilauftrag-Szenario durchspielen, bevor Sie zusagen

Wir bauen die Planung so, dass Sie einen Auftrag probeweise einlasten können, ohne die laufende Planung anzufassen. Sie sehen sofort, welche zugesagten Aufträge nach hinten rutschen und um wie viele Tage, und können abwägen, ob der Eilauftrag den Ärger beim Stammkunden wert ist. Entscheiden Sie sich dafür, wird das Szenario zur Planung und geht als aktualisierter Termin zurück ins ERP, sodass der Vertrieb dieselbe Wahrheit sieht wie die Fertigung.

Wirkung Folgen sichtbar vor der Zusage statt in der Mahnung
Werkzeuge

Womit wir Ihre Kapazitätsplanung rechnen und anbinden.

Welches Werkzeug passt, hängt an Ihrem ERP und daran, wie tief die Planung gehen soll: Eine Grobplanung auf Wochenraster über vier Kostenstellen ist etwas anderes als eine Feinplanung im Stundenraster. Wir legen uns erst nach der Ist-Aufnahme fest, nicht nach Partnerprogramm. Genau darin unterscheiden wir uns von Häusern, die nur ein Werkzeug im Koffer haben und deshalb immer dieses empfehlen.

Rechenwerk und Datendrehscheibe
n8n

Holt Auftragsbestand, Arbeitspläne und Ist-Zeiten aus Ihrem ERP, rechnet den Kapazitätsabgleich und schreibt Termine und Warnungen zurück. Läuft auf Wunsch auf einem Server in Ihrem Haus oder in einem deutschen Rechenzentrum, damit Auftragsdaten und Kalkulationsgrundlagen das Werk nicht verlassen.

Microsoft-Welt
Power Platform

Wenn Sie ohnehin in Microsoft 365 arbeiten, bauen wir die Plantafel als Power App und lassen Power Automate die Daten bewegen. Für ein ERP im eigenen Haus, etwa SQL Server oder SAP ERP, braucht es das On-premises Data Gateway. Dieses Gateway zählt bei Microsoft zu den Premium-Funktionen und ist in den Microsoft-365-Lizenzen ausdrücklich nicht enthalten. Wir rechnen Ihnen die Lizenzseite vor der Umsetzung durch, damit sie nicht später zur Überraschung wird.

ERP ohne Schnittstelle
UiPath

Manche Branchensoftware in der Fertigung gibt ihre Auftrags- und Arbeitsplandaten nur über die Maske heraus, und der Hersteller baut auch keine Schnittstelle mehr. Dann liest ein Software-Roboter die Daten so aus und trägt Termine so ein, wie ein Mensch es tun würde, nur nachts und ohne Zahlendreher. Das ist die Brücke, wenn ein ERP-Wechsel gerade nicht ansteht.

So arbeiten wir

Das 30-Tage-Modell.

Wir arbeiten zum Festpreis statt nach offenem Stundenzettel. Nach der Erstanalyse wissen Sie, was es kostet, bevor wir anfangen.

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Erstanalyse in der Halle (kostenlos)

In 60 Minuten gehen wir Ihren Weg vom Kundenanruf bis zur Terminzusage ab: Wer plant heute womit, welche Arbeitsplätze sind Engpass, woher kommen Ihre Vorgabezeiten. Danach wissen beide Seiten, ob Ihre Datenlage eine automatische Kapazitätsrechnung überhaupt trägt.

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Planungstiefe und Festpreis

Wir legen mit Ihnen fest, wie fein geplant wird: Grobplanung auf Wochen und Kostenstellen reicht in den meisten Betrieben mit 20 bis 100 Mitarbeitenden, eine Feinplanung im Stundenraster braucht Ist-Daten, die viele gar nicht haben. Weniger Planungstiefe ist fast immer besser, weil sie im Alltag auch gepflegt wird. Sie bekommen ein Angebot mit festem Preis und festem Umfang.

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Pilot am Engpass, Parallellauf gegen die alte Planung

Wir starten an dem Arbeitsplatz, der Ihren Takt bestimmt, und lassen die Rechnung einige Wochen parallel zu Ihrem heutigen Excel-Blatt laufen. Erst wenn die berechneten Termine mit dem übereinstimmen, was die Fertigung tatsächlich schafft, nehmen wir die übrigen Kostenstellen dazu.

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Übergabe mit Prüfpfad

Sie bekommen eine Dokumentation, eine Einweisung für Vertrieb und Fertigungsleitung und einen Prüfpfad: Zu jeder Terminzusage ist nachvollziehbar, mit welcher Kapazität und welchem Auftragsbestand sie gerechnet wurde. Sie behalten die Kontrolle über jede Zusage, wir bleiben auf Wunsch als Betreuer dran.

Planung braucht Zahlen

Eine Kapazitätsrechnung ist nur so gut wie Ihre Ist-Zeiten.

Wenn Ihre Vorgabezeiten aus dem Gedächtnis stammen und die Rückmeldung auf Laufzetteln, rechnet auch die beste Planung an der Wirklichkeit vorbei. Auf der Seite zur Betriebsdatenerfassung sehen Sie, wie die Ist-Zeiten dorthin kommen, wo die Planung sie braucht.

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Kostenlose Erstanalyse

Wissen Sie beim nächsten Kundenanruf, ob der Termin hält?

In der kostenlosen Erstanalyse rechnen wir gemeinsam an einem Ihrer Engpässe durch, was heute wirklich frei ist: 60 Minuten, unverbindlich, mit einer ehrlichen Einschätzung. Wenn Ihre Datenlage für eine automatische Planung noch nicht reicht, sagen wir das, statt Ihnen ein Planungssystem zu verkaufen.

  • Festpreis statt offener Stundenzettel
  • Auftragsdaten bleiben im Haus oder auf deutschen Servern
  • Jede Terminzusage bis zur Rechengrundlage nachvollziehbar
Häufige Fragen
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Was Fertigungs- und Vertriebsleiter zur Kapazitätsplanung oft fragen.

Was ist der Unterschied zwischen Grobplanung und Feinplanung?

Die Grobplanung prüft über Wochen oder Monate, ob der Auftragsbestand überhaupt in die verfügbare Kapazität je Kostenstelle passt. Die Feinplanung legt danach fest, welcher Auftrag an welchem Tag auf welcher Maschine in welcher Reihenfolge läuft. Betriebe mit 20 bis 100 Mitarbeitenden gewinnen fast immer zuerst bei der Grobplanung, weil dort die falschen Terminzusagen entstehen. Eine Feinplanung braucht belastbare Ist-Zeiten je Arbeitsgang, und wer die nicht hat, baut eine Scheingenauigkeit auf, die im Alltag niemand pflegt.

Brauche ich ein APS oder reicht mein ERP für die Kapazitätsplanung?

In vielen Fällen kann Ihr ERP mehr, als es tut, weil Arbeitspläne, Vorgabezeiten und Kapazitätsstammdaten nie gepflegt wurden. Wir schauen deshalb zuerst, was Ihr vorhandenes System hergibt, und ergänzen die Rechnung außen herum, statt Ihnen ein zusätzliches Planungssystem zu verkaufen. Ein echtes APS lohnt sich meist erst bei vielen Arbeitsgängen, harten Reihenfolgebedingungen und Ist-Daten in Stundenqualität. Wenn Sie an diesem Punkt sind, sagen wir das ehrlich, und dann kaufen Sie ein APS statt einer Automatisierung.

Woher weiß ich, ob ich einen Liefertermin zusagen kann?

Indem der Wunschtermin gegen die freie Kapazität am Engpass geprüft wird, und zwar inklusive aller Aufträge, die bereits zugesagt sind. Genau das passiert bei der Auftragsannahme heute meist nicht: Zugesagt wird nach Erfahrungswert, geprüft wird später in der Fertigung. Wir bauen die Prüfung an die Stelle, an der die Zusage entsteht, also in die Hand des Vertriebs am Telefon. Die Antwort ist keine Garantie, aber sie beruht auf Ihrem tatsächlichen Auftragsbestand statt auf dem Gefühl vom letzten Mal.

Was passiert mit der Planung, wenn ein Eilauftrag reinkommt?

Der Eilauftrag wird nicht verboten, sondern bepreist: Sie sehen vor der Zusage, welche zugesagten Aufträge er nach hinten schiebt und um wie viele Tage. Damit wird aus einer Bauchentscheidung eine Abwägung, denn ein Eilauftrag, der drei Stammkunden verspätet, kann teurer sein als der Umsatz, den er bringt. Wir bauen das als Szenario, das Sie durchrechnen können, ohne die laufende Planung zu verändern. Erst wenn Sie sich entscheiden, wird daraus die neue Planung und die neuen Termine gehen zurück ins ERP.

Was kostet es, die Kapazitätsplanung zu automatisieren?

Das hängt an der Zahl der Kostenstellen, an der Qualität Ihrer Arbeitspläne und daran, wie gut Ihr ERP anzubinden ist, deshalb nennen wir ohne Analyse seriös keinen Pauschalpreis. Der größte Aufwandstreiber ist selten die Rechnung selbst, sondern das Nachziehen von Vorgabezeiten und Kapazitätsstammdaten, die seit Jahren niemand angefasst hat. Nach der kostenlosen Erstanalyse bekommen Sie ein Festpreisangebot mit festem Umfang, keinen offenen Stundenzettel. Als Digitalisierungsberatung können unsere Leistungen zudem förderfähig sein, etwa über die BAFA-Beratungsförderung.

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