Automatisierung · Baustellendokumentation und Nachweis

Baustellendokumentation ist kein Papierkram, sondern Ihr Beweismittel.

Baustellendokumentation automatisieren heißt: Der Polier hält den Tag einmal auf dem Handy fest, alles andere ordnet sich selbst zu. Wetter, Kolonnenstärke, Geräte, Fotos und Behinderungen hängen am richtigen Bauvorhaben und am richtigen Datum, ohne dass abends jemand Zettel abtippt. Wenn ein halbes Jahr später gestritten wird, öffnen Sie den Tag und sehen, was war.

Das Problem

Der Nachweis fehlt genau dann, wenn er Geld wert ist.

Auf der Baustelle weiß jeder, was passiert ist. Sechs Monate später weiß es niemand mehr, und dann zählt nicht, was war, sondern was dokumentiert wurde.

  • 01Das Bautagebuch wird freitags für die ganze Woche aus dem Gedächtnis geschrieben, deshalb steht dort, was man noch weiß, nicht was passiert ist.
  • 02Fotos liegen in den Galerien von fünf Kollegen, ohne Bauvorhaben, ohne Bauteil und ohne dass jemand später zuordnen kann, welche Wand das war.
  • 03Behinderungen werden am Bauzaun besprochen und mit einem Handschlag geregelt, aber nie schriftlich angezeigt, und damit ist der Anspruch praktisch weg.
  • 04Die Stundenzettel der Kolonne kommen gesammelt zum Monatsende ins Büro, da ist die Frist zur Gegenzeichnung längst gelaufen und niemand erinnert den Einsatz.
Anwendungsfälle
01

Was wir bei der Baustellendokumentation konkret automatisieren.

Fünf Strecken, die wir in Bau- und Handwerksbetrieben immer wieder bauen. Es geht dabei nicht um Massen und Rechnungsbeträge, sondern um den Nachweis, dass etwas passiert ist, wann es passiert ist und wer es gesehen hat.

01

Das Bautagebuch schreibt sich aus dem Tagesgeschehen

Die HOAI führt in Anlage 10 für die Leistungsphase 8 die Grundleistung „Dokumentation des Bauablaufs (zum Beispiel Bautagebuch)" auf, schreibt aber keine Form vor, deshalb darf der Eintrag digital entstehen. Der Polier wählt morgens die Baustelle, der Rest zieht sich selbst: Wetter zur Baustellenadresse, anwesende Kolonne aus der Zeiterfassung, Geräte, Lieferscheine des Tages. Was er ergänzt, sind die zwei Sätze, die kein System wissen kann, nämlich was hakte.

Ersparnis 3–5 h Nachpflege pro Woche
02

Fotos mit Zeitstempel und Ort, sortiert statt gesammelt

Jedes Foto bekommt beim Auslösen Zeitpunkt, Koordinaten und Bauvorhaben mit und landet im Tag, zu dem es gehört, nicht in einem Ordner mit 400 unsortierten Bildern. Der Beweiswert eines Bildes hängt daran, dass sich Aufnahmezeitpunkt und Ort nachvollziehen lassen und die Aufnahme seither unverändert ist, deshalb legen wir sie unveränderbar in der Projektakte ab statt in der Galerie. Wer die Bilder erst im Streitfall sortiert, sortiert sie zu spät.

Wirkung Jedes Bild datiert, verortet und zugeordnet
03

Behinderungsanzeige nach § 6 VOB/B, am selben Tag raus

Nach § 6 Abs. 1 VOB/B muss der Auftragnehmer eine Behinderung dem Auftraggeber unverzüglich schriftlich anzeigen, und unterlässt er die Anzeige, hat er nur dann Anspruch auf Berücksichtigung, wenn dem Auftraggeber die Tatsache und ihre hindernde Wirkung offenkundig bekannt waren. Genau deshalb ist die Anzeige fristgebunden und nicht nachholbar: Der mündliche Hinweis am Bauzaun rettet den Anspruch im Regelfall nicht. Meldet der Bauleiter im Formular eine Behinderung, erzeugt das System die Anzeige aus den Tagesdaten, hängt Fotos und Wetterlage an und schickt sie mit Empfangsnachweis raus, noch am selben Tag.

Wirkung Anspruch gesichert statt verfallen
04

Zustandsfeststellung, bevor zugemacht wird

§ 4 Abs. 10 VOB/B sieht vor, dass der Zustand von Teilen der Leistung auf Verlangen gemeinsam von Auftraggeber und Auftragnehmer festzustellen ist, wenn diese Teile durch die weitere Ausführung der Prüfung entzogen werden. Für alles, was verfüllt, zugeputzt oder verkleidet wird, ist der Termin vor dem Schließen die letzte Gelegenheit für einen Nachweis, den es danach nie wieder gibt. Wir hängen die Erinnerung an den Bauablauf statt an den Kalender einer Person: Steht die Verfüllung an, fordert das System die gemeinsame Feststellung an und protokolliert sie mit Bildern und Unterschrift.

Wirkung Beweis gesichert, solange das Bauteil sichtbar ist
05

Stundenzettel der Kolonne täglich, nicht zum Monatsende

Nach § 15 Abs. 3 VOB/B hat der Auftraggeber die von ihm bescheinigten Stundenlohnzettel unverzüglich, spätestens innerhalb von 6 Werktagen nach Zugang zurückzugeben, und nicht fristgemäß zurückgegebene Stundenlohnzettel gelten als anerkannt. Diese Frist läuft erst ab Zugang, deshalb arbeitet ein Stapel Zettel im Fahrzeug ausschließlich gegen Sie. Der Vorarbeiter erfasst die Stunden der Kolonne am Ende der Schicht auf dem Handy, das System reicht sie noch am selben Tag ein, protokolliert den Zugang und übergibt dieselben Daten an Lohnabrechnung und Rechnungsstellung.

Ersparnis 6-Werktage-Frist läuft ab Tag 1 statt ab Monatsende
Werkzeuge

Womit wir das bauen.

Wir wählen das Werkzeug nach Ihrem Einsatzfall, nicht nach Partnerprogramm. Ihre Bausoftware bleibt, wo sie ist.

Drehscheibe
n8n, auf Wunsch auf deutschen Servern

n8n verbindet Bau-App, Projektakte, Wetterdienst und Lohnsystem und sorgt dafür, dass ein Foto vom Handy ohne Zutun im richtigen Bauvorhaben landet. Weil Baustellenfotos und Personaldaten heikel sind, betreiben wir n8n auf Wunsch self-hosted auf deutschen Servern, dann verlässt kein Bild Ihr Haus. Sie sehen in jedem Lauf, welcher Schritt was getan hat.

Projektakte
Microsoft 365 und SharePoint als Bauakte

Wenn Sie ohnehin Microsoft 365 nutzen, wird SharePoint die Bauakte: eine Bibliothek je Bauvorhaben, Versionsstände, Zugriff nach Rolle und eine Ablage, die den Nachweis nicht stillschweigend überschreibt. Freigaben für Anzeigen und Protokolle laufen über Power Automate, sodass der Bauleiter im Teams-Chat zeichnet. Zusätzliche Lizenzen brauchen Sie dafür in der Regel nicht.

KI-Agent
Aus der Sprachnachricht wird der Tagesbericht

Ein Polier tippt auf der Baustelle nichts, aber er spricht. Ein KI-Agent nimmt die Sprachnachricht vom Bauende entgegen, macht daraus den Tagesbericht in Ihrer Struktur und schlägt vor, was nach Behinderung klingt. Der Agent schreibt einen Entwurf, freigeben tut ihn Ihr Bauleiter: Sie behalten die Kontrolle über das, was am Ende beim Auftraggeber landet.

So arbeiten wir

Das 30-Tage-Modell.

Wir bauen die erste Strecke in 30 Tagen produktiv, zum Festpreis statt auf offenem Stundenzettel. Was es kostet, wissen Sie vor dem Start, nicht danach.

1

Tag 1: Kostenlose Erstanalyse

60 Minuten, unverbindlich, mit dem Gründer und nicht mit einem Account-Manager. Wir gehen einen echten Bauablauf durch und suchen die Stelle, an der Ihnen zuletzt ein Nachweis gefehlt hat.

2

Woche 1: Eine Baustelle, ein Nachweis

Wir nehmen genau ein Dokument, meist das Bautagebuch oder die Behinderungsanzeige, und genau eine laufende Baustelle. Danach steht der Festpreis für den Rest.

3

Woche 2 bis 4: Bauen mit der Kolonne, nicht am Schreibtisch

Wir bauen die Strecke und testen sie mit den Leuten, die sie benutzen, mit Handschuhen und bei Regen. Was der Polier nicht in 30 Sekunden bedient, fliegt raus.

4

Ab Tag 30: Produktiv, mit SLA

Die Strecke läuft auf einer echten Baustelle, mit vereinbarter Reaktionszeit, wenn etwas klemmt. Sie entscheiden dann, ob die nächste Strecke dazukommt.

Passt nicht ganz

Geht es Ihnen um die Massen statt um den Nachweis?

Diese Seite dreht sich um Dokumentation und Beweis: was passiert ist, wann und mit welchem Bild dazu. Wenn Sie stattdessen die Massen am Bauteil erfassen, nach VOB/C ermitteln und per GAEB an die Abrechnung übergeben wollen, ist die Aufmaß-Seite der richtige Einstieg.

Aufmaß-Erfassung ansehen
Kostenlose Erstanalyse

Welcher Nachweis hat Ihnen zuletzt gefehlt?

In 60 Minuten gehen wir eine echte Baustelle durch und suchen die Stelle, an der Ihre Dokumentation reißt. Kostenlos, unverbindlich, ohne dass Sie vorher etwas vorbereiten müssen.

  • 60 Minuten mit dem Gründer, ohne Account-Manager dazwischen
  • Festpreis vor dem Start statt offener Stundenzettel
  • Ihre Bausoftware bleibt, Ihre Daten auf Wunsch auf deutschen Servern
Häufige Fragen
05

Was Bauunternehmer zur Baustellendokumentation oft fragen.

Ist ein digitales Bautagebuch als Nachweis überhaupt zulässig?

Ja, denn eine Formvorschrift für das Bautagebuch gibt es nicht. Die HOAI nennt in Anlage 10 für die Leistungsphase 8 die Grundleistung „Dokumentation des Bauablaufs (zum Beispiel Bautagebuch)", schreibt aber weder Papier noch ein bestimmtes Format vor. Entscheidend ist nicht das Medium, sondern dass sich der tatsächliche Bauablauf aus den Aufzeichnungen später nachvollziehen lässt. Ein digitaler Eintrag, der am Tag selbst entsteht und danach unverändert bleibt, ist dabei belastbarer als eine handschriftliche Wochenzusammenfassung.

Muss eine Behinderungsanzeige schriftlich sein, oder reicht eine E-Mail?

§ 6 Abs. 1 VOB/B verlangt ausdrücklich eine unverzügliche schriftliche Anzeige. Ob eine einfache E-Mail diese Schriftform erfüllt, ist in der Praxis umstritten und hängt auch davon ab, was Ihr Bauvertrag dazu regelt, deshalb versprechen wir Ihnen hier keine Sicherheit, die niemand geben kann. Wir lösen das pragmatisch: Das System erzeugt ein unterschriebenes PDF, verschickt es nachweisbar und legt Versand und Zugang im Bautagebuch ab. Welche Form Ihr Vertrag verlangt, klärt Ihr Anwalt, nicht Ihr Automatisierungspartner.

Wie kommen Baustellenfotos automatisch ans richtige Bauvorhaben?

Über den Ort und den Zeitpunkt, nicht über die Disziplin der Kollegen. Das Handy kennt beim Auslösen die Koordinaten, und weil wir die Baustellenadressen hinterlegt haben, weiß das System, auf welchem Bauvorhaben der Kollege gerade steht. Wo die Zuordnung nicht eindeutig ist, etwa bei zwei Baustellen im selben Straßenzug, fragt das System einmal nach, statt zu raten. Ein falsch zugeordnetes Foto ist schlimmer als gar keins, weil im Streitfall die ganze Akte an Glaubwürdigkeit verliert.

Hilft die Dokumentation, wenn wir wegen Wetter in Verzug geraten?

Nur, wenn Sie belegen können, dass das Wetter außergewöhnlich war. Nach § 6 Abs. 2 Nr. 2 VOB/B gelten Witterungseinflüsse, mit denen bei Abgabe des Angebots normalerweise gerechnet werden musste, gerade nicht als Behinderung, im Januar ist Frost also kein Argument. Deshalb protokollieren wir zu jeder Baustellenadresse täglich die tatsächlichen Wetterdaten und stellen sie den langjährigen Mittelwerten des Deutschen Wetterdienstes gegenüber. Damit haben Sie im Zweifel eine belastbare Aussage darüber, ob dieser November wirklich aus dem Rahmen fiel, statt einer Behauptung.

Was kostet es, die Baustellendokumentation zu automatisieren?

Das hängt daran, wie viele Systeme wir koppeln und wie sauber Ihre Bauakte heute strukturiert ist, deshalb nennen wir die Zahl nach der Erstanalyse und nicht vorher. Verbindlich ist: Sie bekommen einen Festpreis vor dem Start, keinen offenen Stundenzettel. Wir fangen bewusst mit einer Strecke und einer Baustelle an, damit Sie den Nutzen sehen, bevor Sie über den Rest entscheiden. Die Erstanalyse selbst kostet nichts und dauert 60 Minuten.