MICROSOFT POWER PLATFORM

Power Apps Beratung für den Mittelstand

Power Apps ist das Low-Code-Werkzeug von Microsoft, mit dem Unternehmen eigene Business-Apps auf Basis ihrer vorhandenen Daten bauen. Keine klassische Softwareentwicklung, kein monatelanger Projektanlauf. Wir begleiten KMU von der ersten Idee bis zur produktiv laufenden App.

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Canvas App oder Model-driven App?

Power Apps kennt zwei grundlegende App-Typen. Welcher passt, hängt vom Prozess ab, nicht vom Budget.

Canvas App

Das UI wird im Drag-and-Drop-Editor frei gestaltet. Verbindungen zu SharePoint, Excel, SQL, Dataverse, SAP (via On-Premises Gateway) und über 400 weiteren Quellen sind direkt eingebaut. Canvas Apps laufen im Browser, auf dem Tablet und auf dem Smartphone. Gut geeignet, wenn das Erscheinungsbild der App oder die Nutzerführung im Mittelpunkt steht: Checklisten, Außendienst-Formulare, Anträge, Dokumentation vor Ort.

Model-driven App

Hier ergibt sich die Oberfläche aus dem Datenmodell in Microsoft Dataverse. Der Fokus liegt auf Datenkonsistenz, Rollenkonzepten und komplexen Genehmigungsprozessen. Typische Einsatzgebiete: CRM-ähnliche Anwendungen, Fallverwaltung, interne Ticketsysteme.

Power Pages

Für externe Portale, die Kunden oder Partner direkt nutzen sollen, gibt es Power Pages als dritten Typ der Power Platform. Kein separates Webprojekt nötig, das Portal teilt sich dieselbe Datenbasis.

Vergleich Canvas App vs. Model-driven App in der Microsoft Power Platform

Typische Anwendungen im Mittelstand

Diese sechs Prozesstypen setzen wir am häufigsten mit Power Apps um. Alle laufen in Ihrem Microsoft-365-Tenant, ohne externe Systeme.

Außendienst-App

Begehungen, Inspektionsberichte und Kundenbesuche direkt auf dem Tablet erfassen. Fotos, Unterschriften und GPS-Daten lassen sich einbinden, der Bericht landet automatisch in SharePoint.

Urlaubs- und Genehmigungsanträge

Mitarbeiter stellen Anträge über eine einfache App, die Genehmigung läuft per Power Automate an die zuständige Führungskraft. Kein Excel-Umlauf mehr, keine E-Mail-Ketten.

Inventar- und Lagerverwaltung

Bestände per QR-Code oder manueller Eingabe pflegen, Zu- und Abgänge dokumentieren, niedrige Bestände automatisch melden. Läuft auf dem Smartphone des Lagermitarbeiters.

Qualitätssicherung und Mängeldokumentation

Prüfprotokolle strukturiert erfassen, Mängel mit Foto und Beschreibung einpflegen, Nachverfolgung über Dataverse oder SharePoint. Auswertung direkt in Power BI möglich.

HR Self-Service

Onboarding-Checklisten, Equipment-Anfragen und Weiterbildungsanträge über eine zentrale App. Neue Mitarbeiter haben sofort einen geführten Prozess, IT und HR sparen Rückfragen.

Vertriebsdokumentation

Kundenbesuche mit Gesprächsergebnis, Folgeterminen und Foto direkt nach dem Termin erfassen. Daten landen in SharePoint oder Dataverse, der Vertriebsleiter sieht den Stand in Echtzeit.

Power Apps und Power Automate zusammen

Eine Power App ist die Oberfläche: der Nutzer gibt Daten ein, löst einen Vorgang aus, sieht den aktuellen Status. Was danach passiert, steuert Power Automate.

Konkret: Ein Außendienstmitarbeiter reicht einen Mängelreport per App ein. Power Automate leitet ihn ans zuständige Team weiter, legt einen Eintrag in der Projektliste an, verschickt eine Bestätigung und erinnert nach drei Tagen, wenn kein Feedback vorliegt. Die App selbst weiß davon nichts. Diese Trennung von UI und Logik macht die Lösung wartbar.

Das Ergebnis ist keine App und kein Workflow als Einzellösung, sondern ein vollständiger Prozess: von der Eingabe bis zum Abschluss.

Ergänzend dazu: Für komplexere Automatisierungen ohne Microsoft-Stack arbeiten wir auch mit n8n und UiPath RPA.

Simon Glowik

Gründer NordFlux UG, Wismar

  • Microsoft Certified: Power Platform Fundamentals
  • Microsoft Certified: Azure Fundamentals
  • 4 Jahre Enterprise-RPA + Power Platform bei Dräger
  • 40+ Automatisierungsprojekte in Finance, HR, Sales, Tax und Order Fulfilment

Power Apps kenne ich aus dem Enterprise-Umfeld: als Teil eines breiteren Power-Platform-Setups, kombiniert mit Power Automate, SharePoint und externen Systemen. Das Wissen darüber, wo Grenzen liegen, ist dabei genauso relevant wie das technische Handwerk.

Mehr zur Power Automate Beratung

Unser Vorgehen

Kein Lastenheft, kein Angebotsprozess über Monate. Wir starten mit dem einen Prozess, der am meisten bremst.

1

Prozessaufnahme

In einem 30-minütigen Workshop klären wir: welcher Prozess soll zuerst abgebildet werden, welche Datenquellen sind vorhanden, wer sind die Nutzer. Das reicht, um einzuschätzen, welcher App-Typ passt und welche Konnektoren gebraucht werden.

2

Canvas App Prototyp

Innerhalb einer Woche entsteht ein klickbarer Prototyp, der den Kernprozess abdeckt. Kein Blindflug bis zum Abnahmetest: Sie sehen frühzeitig, wie die App sich anfühlt, und können korrigieren, bevor Zeit in die falsche Richtung investiert wird.

3

MVP live

Die erste produktive Version ist in der Regel nach 2 bis 3 Wochen in Ihrem Tenant bereitgestellt. Echte Daten, echte Nutzer, echter Betrieb. Keine Demo-Umgebung, kein Parallelbetrieb auf unbestimmte Zeit.

4

Feedback und Iteration

Nach den ersten Wochen im Betrieb sammeln wir Feedback direkt von den Nutzern. Anpassungen, zusätzliche Felder, neue Ansichten: das lässt sich in Power Apps meist in Stunden umsetzen. Rollout auf weitere Standorte oder Abteilungen erfolgt schrittweise.

Lizenzierung: was Sie wissen sollten

Einige Microsoft-365-Pläne enthalten eine eingeschränkte Power-Apps-Nutzung. Sobald sogenannte Premium-Konnektoren ins Spiel kommen, also zum Beispiel Dataverse, SAP, SQL Server oder externe APIs, braucht jeder aktive Nutzer eine eigene Power-Apps-Lizenz.

Microsofts aktuelle Modelle sind Power Apps Per User (alle Apps im Tenant, ca. 18 Euro pro Nutzer und Monat) und Power Apps Per App (eine App, ein Nutzer, günstiger bei kleinem Rollout). Es gibt außerdem Pay-as-you-go über Azure.

Im Erstgespräch klären wir, welche Konnektoren Ihr Prozess braucht und was das lizenzrechtlich bedeutet. Individuelles Angebot auf Anfrage.

Häufige Fragen zu Power Apps

Weitere Fragen beantwortet unsere allgemeine FAQ-Seite.

Was ist der Unterschied zwischen Canvas App und Model-driven App?

Canvas Apps gestalten Sie visuell im Drag-and-Drop-Editor: jedes Element sitzt dort, wo Sie es platzieren. Model-driven Apps generieren ihre Oberfläche automatisch aus dem Datenmodell in Dataverse. Canvas passt, wenn Nutzerführung und Erscheinungsbild wichtig sind. Model-driven passt, wenn strukturierte Daten und Rollenkonzepte im Vordergrund stehen.

Welche Datenquellen kann eine Power App nutzen?

Über 400 Konnektoren stehen zur Verfügung: SharePoint, Excel, Microsoft Dataverse, SQL Server, Teams, Outlook, Azure Blob Storage und viele weitere. SAP-Anbindungen sind per On-Premises Data Gateway möglich. Premium-Konnektoren (z. B. Dataverse, SQL) erfordern eine separate Power-Apps-Lizenz.

Brauche ich eine eigene IT-Abteilung für Power Apps?

Nein. Power Apps ist für Low-Code-Entwicklung ausgelegt: technisches Grundverständnis reicht, um einfache Apps selbst weiterzupflegen. Für den initialen Aufbau, Datenmodellierung und komplexere Konnektoren ist externer Support sinnvoll. Wir bauen die App so, dass Ihr Team sie im Alltag ohne uns bedienen kann.

Wie lange dauert die Entwicklung einer einfachen Canvas App?

Ein klickbarer Prototyp für einen einzelnen Prozess entsteht in einer Woche. Eine produktiv einsetzbare erste Version ist in 2 bis 3 Wochen erreichbar. Voraussetzung: der Prozess ist klar, die Datenquelle steht bereit. Komplexere Szenarien mit mehreren Ansichten, Offline-Funktion oder tiefer Dataverse-Integration dauern länger.

Was kostet Power Apps?

Die Lizenzkosten hängen davon ab, welche Konnektoren die App nutzt und wie viele Nutzer aktiv damit arbeiten. Microsofts Per-User-Plan liegt derzeit bei ca. 18 Euro pro Nutzer und Monat. Was darüber hinaus an Entwicklungsaufwand anfällt, klären wir nach dem Erstgespräch. Keine Preise auf dieser Seite: individuelles Angebot auf Anfrage.

Kann eine Power App auch offline funktionieren?

Ja, Canvas Apps unterstützen einen Offline-Modus. Daten werden lokal zwischengespeichert und bei der nächsten Verbindung synchronisiert. Das ist besonders für Außendienst-Szenarien relevant, wo WLAN oder Mobilfunkempfang nicht garantiert ist. Die Offline-Unterstützung muss bei der Entwicklung von Anfang an eingeplant werden.

Wie unterscheidet sich Power Apps von klassischer App-Entwicklung?

Bei klassischer Entwicklung schreiben Entwickler Code, bauen Backend-APIs, verwalten Infrastruktur. Power Apps abstrahiert das: Konnektoren, Hosting und Updates übernimmt Microsoft. Der Entwicklungsaufwand ist deutlich geringer, dafür gibt es Grenzen bei sehr spezifischen UI-Anforderungen oder hochperformanten Szenarien mit großen Datenmengen.

Ist Power Apps DSGVO-konform?

Power Apps läuft vollständig in Ihrem Microsoft-365-Tenant. Daten verlassen nicht Ihre Umgebung, sofern Sie ausschließlich Microsoft-Dienste als Konnektoren nutzen. Microsoft bietet für die EU-Region entsprechende Datenschutzzusicherungen und einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Für den betrieblichen Datenschutz bleibt Ihr Unternehmen verantwortlich.

Kann ich eine Power App mit Power Automate verbinden?

Ja, das ist eine der Kernstärken der Power Platform. Eine App kann einen Flow direkt auslösen, zum Beispiel beim Absenden eines Formulars. Power Automate übernimmt dann die Weiterverarbeitung: Benachrichtigung, Eintrag in eine Liste, Genehmigungsschritt, E-Mail. Die App selbst bleibt dabei schlank.

Für welche Unternehmensgrößen eignet sich Power Apps?

Power Apps ist besonders stark für Unternehmen mit 10 bis 500 Mitarbeitern, die bereits Microsoft 365 nutzen und interne Prozesse strukturieren wollen, ohne ein klassisches Softwareprojekt zu starten. Auch in größeren Unternehmen ist es sinnvoll für abteilungsweite Lösungen, die neben dem ERP-System laufen sollen.

Gibt es einen Prozess in Ihrem Unternehmen, der noch auf Excel oder E-Mail läuft?

In einem kostenlosen Erstgespräch von 30 Minuten schauen wir gemeinsam, ob Power Apps der richtige Ansatz ist, was technisch nötig wäre und mit welchem Aufwand zu rechnen ist. Ohne Verkaufsgespräch.

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